
Er kam von der Route ab
Wintersportler stürzt 70 Meter in die Tiefe
24.01.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Snowboard-Fahrer verliert auf einer österreichischen Piste die Kontrolle und kommt von der markierten Strecke ab – ausgerechnet an einem steilen Abhang.
Ein Snowboard-Fahrer ist im österreichischen Skigebiet Stubaier Gletscher rund 70 Meter in die Tiefe gestürzt – und hat das Unglück überlebt. Der 26-jährige Tscheche konnte selbst den Notruf wählen, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilte.
Der Wintersportler war den Angaben zufolge am Freitag gegen 16.50 Uhr auf der Skiroute „Fernau“ unterwegs ins Tal. Im Mittelteil der Route stürzte er ohne Fremdeinwirkung, kam von der markierten Route ab und stürzte rund 70 Meter „über sehr steiles und teilweise felsdurchsetztes Gelände“ in die Tiefe.
Die Polizei rückte mit einem Hubschrauber an, um den jungen Mann aus seiner Lage zu befreien. Mittels eines Taus wurde er gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Zur Schwere seiner Verletzungen machte die Polizei keine Angaben.
Das Skigebiet Stubaier Gletscher war bereits Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten, als eine Lawine acht Menschen, darunter auch Deutsche, verschüttete. Rund 250 Helfer suchten nach den Vermissten, am Ende konnten alle lebend gerettet werden. Mutmaßlich wurde die Lawine durch Variantenfahrer bzw. Freerider ausgelöst. Dabei handelt es sich um Skifahrer, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind. Ausläufer der Lawine gelangten bis auf eine gesicherte Piste, die daraufhin gesperrt wurde.
Andere Unglücke der vergangenen Wochen in den Tiroler Alpen gingen weniger glimpflich aus: Anfang des Jahres verunglückte ein 22-Jähriger aus dem Ruhrgebiet im Skigebiet Hochzillertal. Er war über den Pistenrand hinausgeschossen und über steiles Gelände abgestürzt. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Sportlers feststellen.










