
Langersehnter Erfolg
Deutsches Ski-Ass nach furiosem Lauf überraschend auf Podest
25.01.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Linus Straßer fährt in Kitzbühel auf sein erstes Podest seit März 2024. Dank eines spektakulären zweiten Durchgangs wird er sich auch optisch verändern.
Skirennläufer Linus Straßer hat beim Slalom in Kitzbühel den dritten Platz belegt. Der 33-Jährige arbeitete sich mit einem furiosen zweiten Lauf von Rang zehn nach vorn und feierte seine Fahrt lautstark. Nur der Österreicher Manuel Feller und Weltmeister Loïc Meillard aus der Schweiz waren schneller als der Münchner.
Für Straßer bedeutet das Ergebnis eine Erlösung. Seit seinem achten Platz im ersten Slalom des Winters in Gurgl war er nicht mehr unter die ersten zehn gefahren. Bei der Siegerehrung auf dem Ganslern war seine Erleichterung deutlich zu sehen.
Der WM-Dritte hatte sich bereits nach dem ersten Lauf zufrieden gezeigt. „Es ist noch Luft, aber letztlich ist es eine gute Ausgangsposition. Unten hatte ich ein paar richtig gute Passagen, aber im zweiten kann ich noch ein bisschen was drauflegen“, sagte Straßer. Der Rückstand von 0,59 Sekunden auf einen Podestplatz erschien ihm nicht aussichtslos.
Im zweiten Durchgang setzte er seine Ankündigung um und fuhr zunächst an die Spitze. Am Ende fehlten ihm 0,53 Sekunden auf Sieger Feller. Meillard lag 0,35 Sekunden vor ihm.
„Am Schluss ist es die Kirsche obendrauf. Aber der Weg dorthin, die Zweifel zu überwinden, eine Lösung zu finden, daran zu wachsen: Das ist es, was Spaß macht“, sagte Straßer in der ARD. „Das Timing“ für seine Rückkehr aufs Stockerl, fügte er hinzu, hätte vor den Winterspielen „schlechter sein können“. Nach Italien geht es nun auch im neuen Look, der Bart kommt endlich ab. „Ich habe mir selbst zum Ziel gesetzt: Ich rasiere mich erst, wenn ich auf dem verdammten Podium stehe“, sagte Straßer sichtlich gelöst.
Für den Kitzbühel-Sieger von 2024 war das Rennen die vorletzte Chance, vor den Olympischen Spielen in Italien Schwung aufzunehmen und Vertrauen in seinen neuen Hersteller zu gewinnen, den er vor diesem Winter gewechselt hatte. Vor der Abreise nach Bormio steht noch der Slalom in Schladming an – auch dort hat der Münchner bereits gewonnen, ebenfalls 2024.











