
Ähnlich formulierte das auch Sommerneuzugang Jonathan Tah, der die Leverkusener Fabelsaison noch als Bayer-Kapitän miterlebt und mitgeprägt hatte. „Es ist jetzt nicht so, dass irgendwer in der Kabine herumgeschrien hätte vor Wut. Du musst Niederlagen akzeptieren, du musst daraus lernen“, sagte der neue Abwehrchef der Münchner. „Der Fokus lag nie auf irgendwelchen Rekorden“, sagte der Nationalspieler weiter. „Das übergeordnete Ziel ist natürlich, Meister zu werden – und der Weg dahin kann ganz unterschiedlich sein. Und das ist unser Weg.“
Dennoch gilt es für die Bayern, aus der ersten Bundesliga-Niederlage seit zehn Monaten schnell die richtigen Lehren zu ziehen. Erst recht, weil sich bereits in den vorangegangenen Partien nach dem Jahreswechsel ein gewisser Negativtrend abgezeichnet hatte, an dessen vorläufigem Höhepunkt sie jetzt angekommen sind. Schon in Köln (3:1) und Leipzig (5:1) waren die Münchner jeweils in Rückstand geraten, konnten beide Partien mit einer starken zweiten Halbzeit und ihrer individuellen Klasse aber noch drehen.
Gegen Augsburg verspielten sie nach dem Kopfballtreffer von Hiroki Itō zum zwischenzeitlichen 1:0 nun ihrerseits sogar eine Führung und gaben das Spiel noch aus der Hand. Beim ersten Gegentreffer patzte Torhüter Jonas Urbig, beim zweiten sah vor allem der eingewechselte Joshua Kimmich nicht gut aus.
„Die Reaktion ist jetzt sehr wichtig. Die wollen wir auch zeigen. Es braucht harte Arbeit, um am Top-Level zu sein“, sagte Kimmich hinterher. „Dieses Spiel heute wird uns nicht in eine Krise stürzen.“ Dennoch werde es „über ein paar Tage hinaus an uns nagen, dass wir verloren haben“, sagte Kimmich weiter. „Was uns am meisten stören wird, ist die Art und Weise. Es war jetzt nicht so, dass wir Chance um Chance hatten. Das war heute nicht das Top-Level, das wir bringen wollen.“ Es habe insgesamt „schon so ein bisschen der Hunger“ gefehlt, mahnte der Vizekapitän.











