
Zufrieden ohne Geschlechtsverkehr
Neun Anzeichen: Woran sich Asexualität erkennen lässt
Aktualisiert am 24.01.2026 – 07:01 UhrLesedauer: 3 Min.

Für viele ist Sexualität wichtig und gehört zum Leben dazu. Asexuelle Menschen hingegen haben kein Bedürfnis danach. Was es mit der seltenen Orientierung auf sich hat.
Asexualität gehört genauso zu den sexuellen Orientierungen wie Hetero-, Homo-, Bi- und Pansexualität auch. Jeder Mensch kann selbst bestimmen, welche Sexualität für ihn die richtige ist.
Als asexuell bezeichnen sich Personen, die keine sexuelle Anziehung spüren und kein Interesse an sexuellen Partnern haben – egal welchen Geschlechts. Zudem unternehmen Asexuelle keine oder selten sexuelle Handlungen zur eigenen oder fremden Befriedigung. Dies schließt jedoch eine romantische Anziehung nicht aus. Viele Asexuelle suchen durchaus nach einer glücklichen Beziehung, die aber für sie nicht zwangsläufig etwas mit Sexualität zu tun hat. Oft suchen sie die Nähe zu Menschen auf anderen Ebenen.
Es gibt auch Mischformen von asexuell und sexuell: Manche empfinden eine sexuelle Anziehung nur sehr selten oder nur unter bestimmten Bedingungen. Wieder andere fühlen zwar sexuelle Anziehungskraft, machen aber nichts Weiteres daraus.
Diese neun Anzeichen können auf Asexualität hinweisen:
Die Wissenschaft weiß noch nicht viel über die Asexualität. Sie wird aber ernst genommen und nicht als Störung oder Abnormität abgetan.
Asexualität ist auch nicht dasselbe wie Abstinenz. Denn letztere bedeutet den Verzicht auf sexuelle Aktivitäten, obwohl eine Motivation und Fähigkeit prinzipiell vorhanden sind, während bei Asexuellen dies fehlt. Bei einer Asexualität liegen demnach keine organischen oder hormonellen Ursachen zugrunde. Rein körperlich sind asexuelle Personen durchaus zu Sex fähig.
Manche Sexualwissenschaftler vermuten hinter Asexualität eine andersartige Funktion in jenen Arealen des Gehirns, die das Verlangen steuern. Früher zog man psychische Ursachen als Erklärung heran: negative sexuelle Erfahrungen, etwa Missbrauch in der Kindheit oder Vergewaltigung, Depressionen oder eine nicht ausgelebte Homosexualität. Heute geht man jedoch davon aus, dass Asexualität angeboren ist und schlichtweg eine Ausprägung menschlicher Sexualität.











