
„Außergewöhnliche Entdeckung“
Forscher machen 1.400 Jahre alten Sensationsfund
24.01.2026 – 09:58 UhrLesedauer: 2 Min.
In Mexiko ist ein außergewöhnlich gut erhaltenes Grab der Zapoteken-Hochkultur gefunden worden. Die Präsidentin des Landes gerät ins Schwärmen.
Ein 1.400 Jahre altes Grab der zapotekischen Hochkultur mit gut erhaltenen Wandmalereien, Friesen und Kalender-Inschriften ist im südlichen Mexiko entdeckt worden. „Es handelt sich um die bedeutendste archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts in Mexiko“, erklärte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum zu dem Fund in San Pablo Huitzo im Bundesstaat Oaxaca.
Die farbenprächtigen Malereien zeigen unter anderem eine Prozession von Menschen und symbolische Figuren, die Macht und Tod repräsentieren, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mit.
Den Eingang zum Vorraum der Grabkammer schmückt eine Eule, die in der Kultur der Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisiert. Ihr Schnabel bedeckt das aus bemaltem Stuck gefertigte Gesicht eines Zapoteken, dem die Anlage vermutlich gewidmet war.
Die Wandmalereien in der Grabkammer beeindrucken durch ihre Farbvielfalt. In ockerfarbenen, weißen, grünen, roten und blauen Tönen ist eine Prozession von Menschen dargestellt.
Kulturministerin Claudia Curiel bezeichnete den Fund als „außergewöhnliche Entdeckung“, da das Grab zahlreiche Informationen über die Zapoteken offenbare. Das Grab bietet laut Curiel Einblicke in „ihre soziale Organisation, ihre Bestattungsrituale und ihre Weltanschauung, die in der Architektur und in Wandmalereien erhalten geblieben sind“.
Die Zapoteken-Hochkultur erlebte ihre Blütezeit zwischen den Jahren 300 und 900 im Süden Mexikos. Ihre Hauptstadt Monte Albán hatte damals etwa 35.000 Einwohner und wurde 1987 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen.











