
„Die Lagerkapazitäten in den Tresoren der Bundesbank würden für die 1.236 Tonnen aus den USA grundsätzlich ausreichen“, erklärt die Bundesbank. „Auch 100 Prozent aller Goldreserven könnten in den Tresoren der Bundesbank untergebracht werden.“ Entscheidend für die Notenbank seien vor allem Sicherheit und Handelbarkeit.
Anhand dieser Kriterien bewerte die Bundesbank regelmäßig, wo sie ihr Gold lagere. „Die New York Fed ist und bleibt in diesem Rahmen eine wichtige Lagerstelle für unser Gold. Wir haben keinen Zweifel daran, dass wir mit der Fed New York einen vertrauenswürdigen, verlässlichen Partner bei der Aufbewahrung unserer Goldbestände haben.“
Schon während Trumps erster Amtszeit betonte die Bundesbank, sie sehe keine Notwendigkeit, weitere Goldbarren aus ihren US-Beständen nach Deutschland zu holen. Die Bundesbank arbeite vertrauensvoll mit der Fed zusammen.
Im Oktober 2025 bekräftigte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel, es gebe keinen Grund zur Sorge um die bei der Fed in New York gelagerten Reserven. Die Bundesbank führe regelmäßig Inspektionen durch und nehme Stichproben. „Es ist vorhanden, es ist echt und es ist in vollständiger Übereinstimmung mit dem, was wir in unseren Büchern haben“, sagte Nagel.
Es sei auch eine Frage der Risikostreuung, deutsches Gold an unterschiedlichen Standorten zu lagern. Im Fall einer Krise könnte das in New York und London lagernde deutsche Gold in Dollar oder Pfund umgetauscht werden.
Jahrelang kursierten Verschwörungstheorien um die Frage „Wo ist das Gold der Deutschen?“. Um die Zweifler zu beruhigen, holte die Bundesbank in den Jahren 2013 bis 2017 Hunderte Barren aus Tresoren der Fed in New York (300 Tonnen) sowie der Banque de France in Paris (374 Tonnen) nach Deutschland. Paris als Lagerstätte gab die Bundesbank ganz auf.
Vor laufenden Kameras präsentierte die Bundesbank im August 2017 in ihrer Zentrale Goldbarren zum Anfassen. Die wichtigste Botschaft der Notenbank: Die deutschen Goldreserven sind echt und sie sind tatsächlich vorhanden.
Und die Bundesbank setzt auf noch mehr Transparenz: Auf fast 2.400 Seiten listet sie seit Ende 2015 öffentlich einsehbar jeden einzelnen Barren auf. Um letzte Skeptiker zu überzeugen, gibt es Gold zum Anfassen: In ihrem Geldmuseum in Frankfurt ist ein Goldbarren eine der Hauptattraktionen.










