
Beitrag mehr als verdoppelt
Rentner soll fast 700 Euro im Monat für Krankenversicherung zahlen
22.01.2026 – 13:42 UhrLesedauer: 3 Min.
Immer mehr Privatversicherte fragen die Verbraucherzentrale um Rat, weil die Beiträge stark gestiegen sind. Ein Fall ist besonders drastisch.
Nicht nur zahlreiche gesetzliche Krankenkassen haben ihre Beiträge für 2026 erhöht, auch die privaten Krankenversicherungen (PKV) langen seit dem Jahreswechsel stärker zu. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilt, haben sich die Beiträge für manche Privatversicherte sogar mehr als verdoppelt. Diese teils extremen Erhöhungen haben in den vergangenen Wochen die Nachfrage nach Beratungen zur privaten Krankenversicherung bei den Verbraucherschützern deutlich erhöht.
„In den vergangenen Tagen haben wir mehrfach Versicherte beraten, deren PKV-Beiträge um mehr als 50 Prozent gestiegen sind“, berichtet Anke Puzicha von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Die Betroffenen müssen dann plötzlich einen dreistelligen Betrag zusätzlich im Monat für ihren Krankenversicherungsschutz aufbringen.“ In einem besonders schweren Fall musste ein Rentner statt der bisherigen 316,35 Euro nun 692,31 Euro monatlich zahlen – eine Erhöhung um 119 Prozent. Insbesondere bei älteren Versicherten registriert die Verbraucherzentrale solche hohen Beitragssprünge.
Um einen besseren Überblick über den Umfang und das Ausmaß der aktuellen Beitragserhöhungen zu erhalten, bittet die Patientenberatung der Verbraucherzentrale Hamburg betroffene Privatversicherte, Kopien ihrer Erhöhungsschreiben zur Verfügung zu stellen. Diese können per E-Mail oder postalisch übermittelt werden. Die eingereichten Unterlagen sollen dabei helfen, die Entwicklung der Beiträge besser einzuordnen.
Im Gegensatz zu den regelmäßig diskutierten Erhöhungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) finden die teils erheblichen Beitragserhöhungen in der PKV oft weniger Beachtung in der Öffentlichkeit. Doch für viele Privatversicherte bedeuten diese Erhöhungen eine spürbare Belastung.










