
Hamburger Stadtderby
HSV und St. Pauli kämpfen gegen den Abstieg
22.01.2026 – 02:13 UhrLesedauer: 3 Min.
HSV gegen St. Pauli: Das Stadtderby am Freitagabend elektrisiert Hamburg. Doch es könnte vorerst das letzte Duell in der Bundesliga sein.
Beide Klubs im Abstiegskampf, beide unter Druck und vielleicht ist es das vorerst letzte Erstliga-Duell: Das 113. Hamburger Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) verspricht maximale Spannung.
„Stadtduelle an sich sind ja schon mal etwas Besonderes. Die finden auch in Deutschland nicht ganz so häufig statt und auch in dieser Saison dann nur bei uns hier in Hamburg, was dann per se schon etwas sehr Spezielles ist“, sagte HSV-Trainer Merlin Polzin.
Die Tabellensituation verleiht der Partie zusätzliche Brisanz: Während der HSV als 14. etwas Luft hat, ist der FC St. Pauli Tabellenletzter. Mit einem Sieg könnte der Kiez-Club den Rückstand auf den Stadtrivalen auf zwei Punkte verkürzen und neue Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen.
Gute Nachrichten gibt es für St. Pauli-Trainer Alexander Blessin: Kapitän Jackson Irvine könnte nach Problemen am operierten linken Fuß zurückkehren. Nach einem bestandenen Test ist der Australier wieder eine Option. „Wir sind immer noch in der Testphase. Von daher müssen wir einfach auch gucken, wie sein Füßchen da reagiert“, sagte Blessin. Er schloss jedoch nicht aus, dass sein wichtigster Mann sogar in der Startelf stehen könnte.
Ob es dieses Duell auch in der kommenden Saison geben wird, ist offen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer der beiden Hamburger Clubs demnächst wieder zweitklassig sein wird, ist gegeben. „Man kann stolz darauf sein als Hamburg, dass wir zwei Mannschaften in der ersten Liga haben im Fußball-Herrenbereich“, stellte Polzin klar.
Der HSV hat aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen: St. Pauli gewann damals verdient mit 2:0. Seitdem hat der Aufsteiger personell nachgelegt und unter anderem Abwehrchef Luka Vuskovic sowie die Spielmacher Fabio Vieira und Sambi Lokonga geholt.
„Ich bin fest davon überzeugt, weil ich es jeden Tag im Training sehe, weil ich sehe, wie die Mannschaft sich entwickelt hat und wie sie mittlerweile auftritt, dass es eine andere HSV-Mannschaft sein wird als im Hinspiel“, sagte Polzin.










