
Kokain-Verdacht in Hamburg
21-Jährige kassieren drei Millionen Euro – Polizeieinsatz
20.01.2026 – 19:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei Hamburger Brüder bekommen in ihrer Wohnung Besuch von der Polizei. Der Grund sind verdächtige Finanztransaktionen.
Ein Brüderpaar aus Hamburg soll für eine Drogenbande in mindestens 96 Fällen insgesamt mehr als 2,9 Millionen Euro kassiert und zum Großteil weitergeleitet haben. Ermittlungen brachten die Polizei auf ihre Spur: Am Montag kam das Drogendezernat und vollstreckte Durchsuchungsbeschlüsse in der Wohnung der beiden 21-Jährigen.
Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, fanden die Ermittler in der Wohnung im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld mehr als 10.000 Euro Bargeld. Außerdem stellten sie diverse Beweismittel sicher. Gegen einen der Brüder erließ eine Richterin Haftbefehl, der andere blieb mangels Haftgründen auf freiem Fuß.
Laut der Polizei sollen die beiden zwischen Ende Juli und September 2025 Einnahmen aus illegalen Drogendeals entgegengenommen und an unbekannte Dritte weitergeleitet haben – entweder zur Finanzierung weiterer Geschäfte oder zum Kauf von Wertgegenständen.
Die Beamten seien den Brüdern nach einer Durchsuchung bei einem 29-Jährigen auf die Schliche gekommen, hieß es. Dieser stehe im Verdacht, bei Einfuhr und Handel mit Kokain im mindestens dreistelligen Kilogrammbereich als Logistiker im Hintergrund beteiligt gewesen zu sein. Im Januar 2025 wurde der 29-Jährige festgenommen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft in dem Komplex dauern an. Bereits im September 2024 waren drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden, die im Verdacht stehen, im größeren Umfang mit Drogen gehandelt zu haben.











