
Der Gedanke klingt aus Frankfurter Sicht verlockend. Xabi Alonso als Trainer zu verpflichten, wäre die große Lösung. Ein Ausrufezeichen eines Vereins, dessen Ansprüche in den vergangenen Jahren Stück für Stück größer geworden sind. Doch selbst wenn es möglich sein sollte, Alonso von einem Engagement in Frankfurt zu überzeugen, ist Markus Krösche gut beraten, die Finger vom Spanier zu lassen.
Zur Wahrheit gehört: Alonso strebt nach dem Maximum, sprich: nach Titeln. Er hat für Real Madrid, den FC Liverpool und den FC Bayern Fußball gespielt. Und in genau dieser Vereinskategorie möchte er auch Trainer sein. Das hat sein Abschied aus Leverkusen in Richtung Madrid gezeigt.
Würde Alonso jetzt in Frankfurt aufschlagen, würde sich von Tag eins an die Frage stellen, wann der Spanier wieder geht. Weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Premier-League-Klub die Fühler nach dem Leverkusener Meistercoach ausstreckt. Die Eintracht braucht jedoch keine prominente Zwischenlösung, sondern erneut einen Coach, der sich dauerhaft zum Verein und seiner Arbeitsweise bekennt.
Dazu gehört, junge Spieler zu holen, sie weiterzuentwickeln und für viel Geld zu verkaufen, um finanziell schlagkräftig genug zu bleiben und immer wieder ein Team zu bauen, das europäisch vertreten ist.
Wäre die Eintracht in der Lage, Spieler wie Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Willian Pacho zu halten, wäre Alonso der richtige Coach, um aus einer sehr guten Mannschaft einen Titelkandidaten zu formen. In der Realität hingegen wäre ein Alonso-Deal eine größenwahnsinnige, dumme Idee, die nicht nur viel Geld kosten, sondern auch viel zu viel Unruhe auslösen würde. In den 90er-Jahren hätte man dem Verein eine solche Schnapsidee zugetraut. Wo der damalige Größenwahn einst endete, ist bekannt: in der 2. Bundesliga.











