
Einsparpläne verworfen
Stadt zahlt sechsstellige Summe für Kölner Rosenmontagszug
19.01.2026 – 07:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Unter Sparmaßnahmen der Stadt Köln sollten Rosenmontagszug und Schull- und Veedelszöch leiden. Jetzt fließt doch mehr Geld als geplant.
Auslöser war ein Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ über eine Kürzung der Mittel für den Rosenmontagszug um rund 47.000 Euro. Die Stadt hatte die Sparpläne zunächst mit Einsparungen aufgrund der angespannten Haushaltslage begründet. Kurz nach seinem Amtsantritt hatte der neue Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) eine Haushaltssperre verhängen müssen, die zum Jahresende allerdings nicht verlängert wurde.
Schon im November hatte die Stadt nach Bekanntwerden der Pläne angekündigt, nun doch keine Einsparungen vornehmen zu wollen. Die neuen Beschlussvorlagen für den Ausschuss für Kunst und Kultur sollen noch Ende Januar politisch genehmigt werden. Dann müssen sie Anfang Februar noch im Finanzausschuss besprochen werden. Es wird eine breite Zustimmung erwartet.
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Erst im Frühjahr 2025 hatten CDU, Grüne und Volt für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 mehr Geld für die Karnevalsvereine eingeplant. 2026 sollen nach aktueller Beschlussvorlage 237.011 Euro an die Gemeinnützige Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH fließen. Rund 214.000 Euro davon fließen unmittelbar in den Rosenmontagszug, die Restsumme wird für Straßendekoration verwendet.
Auch für die beliebten Schull- und Veedelszöch gibt es Entwarnung. Die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e.V. erhalten wie geplant 81.880 Euro, wovon 75.000 Euro direkt in die Organisation der Karnevalsumzüge fließen. Der restliche Betrag fließt in die Finanzierung von Musikkapellen. Die Verwaltung zieht ihre Sparpläne damit vollständig zurück.
Seit Jahren monieren Verantwortliche im Karneval steigende Kosten und dabei zu wenig städtische Unterstützung. Die Anforderung für Karnevalsumzüge sind in den vergangenen Jahren vor allem aufgrund steigender Sicherheitsauflagen teils rapide gestiegen. In einigen kleineren Orten in Nordrhein-Westfalen wurden diese im vergangenen Jahr teils abgesagt.











