
Was ihn auch ausmacht: Anders als seine Mutter, Königin Elizabeth II., hält Charles mit seinen Gefühlen in der Öffentlichkeit nicht hinter dem Berg. Bei der Trauerfeier für die verstorbene Königin kamen dem heutigen Monarchen die Tränen und er zeigte sich sichtbar ergriffen. Julia Melchior sagt, dass sich Charles „nahbar, menschlich, auch durch den offenen Umgang mit seiner Krankheit“ zeige. „Damit signalisiert er: Ich bin da, ich bin König, aber auch nur ein Mensch. Diese Offenheit ist neu und wird von vielen positiv wahrgenommen.“
König Charles III. hatte Anfang 2024 öffentlich gemacht, dass er an Krebs erkrankt ist. An welcher Krebsform er leidet, wurde nicht mitgeteilt und ist weiterhin unklar. Bestätigt wurde lediglich, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt. Seit seiner Diagnose war Charles in ambulanter Behandlung. Im Dezember 2025 sagte er in einer Videobotschaft für eine Kampagne zur Krebsvorsorge: „Ich kann heute die gute Nachricht verkünden, dass mein eigener Behandlungsplan dank Früherkennung, effektiver Intervention und Befolgung ärztlicher Anordnungen im neuen Jahr reduziert werden kann.“
Schon vor seiner Krebsdiagnose hatte der König seine Bekanntheit genutzt, um für Prostata-Vorsorgeuntersuchungen zu werben. Dies zeigte tatsächlich Erfolg: Viele Männer informierten sich darüber, wie die Zugriffszahlen auf der Webseite des britischen Gesundheitsdiensts NHS zeigten. An eine solche Offenheit bezüglich gesundheitlicher Diagnosen war während der Regentschaft von Queen Elizabeth II. nicht zu denken.
Was die „Sunday Times“ nach dem Tod der Queen noch schrieb: „Charles hat bereits angedeutet, dass er beabsichtigt, die ‚Firma‘ zu verschlanken – ihren Kern auf die direkte Erbfolge zu reduzieren. Dies ist zu begrüßen.“ Dafür hat Charles nicht einmal etwas unternehmen müssen.










