
USA erhöhen Druck
Trump droht, Merz schickt Fußball-Bilder
Aktualisiert am 17.01.2026 – 23:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Trump überrascht Europa mit Strafzöllen wegen Grönland. Bundeskanzler Merz schickt Bilder aus dem Fußballstadion.
Merz war am Samstagnachmittag im BVB-Stadion und schaute sich das Spiel gegen St. Pauli an (3:2). Von dort berichtete er auch auf der Plattform X, die dem Trump-Verbündeten Elon Musk gehört. „Endlich wieder zu Gast bei meinem BVB. Was für ein spannendes Spiel mit vielen tollen Begegnungen am Rande“, schrieb Merz. Eine Stellungnahme zu den Trump-Drohungen gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Das führte umgehend zu Kritik.
„Da grad nix in der Welt los is“, schrieb ein Nutzer unter den Merz-Beitrag. Ein anderer wagte den Vergleich mit dem Berliner Bürgermeister Kai Wegner. „Kai Wegner spielt Tennis während des Blackout und während die Sicherheit Europas der größten Sicherheitsbedrohung seit 1956 ausgesetzt ist, geht Friedrich Merz zum Fußball.“ Ein weiterer Kommentator riet: „Wenn Sie am Montag wieder im Büro sind, gerne mal in den Pressespiegel schauen. Gibt ein Thema mit Zöllen und Grönland. Aber wie immer bitte keine Eile!“ Der Merz-Beitrag wurde um 18.04 Uhr veröffentlicht, etwa eine halbe Stunde, nachdem die erste Eilmeldung herauskam.
Von Merz selbst gab es auch bis zum späten Abend keine Aussage. Während sich seine Amtskollegen in London, Paris, Norwegen und Dänemark längst persönlich zu Wort meldeten, schwieg der Bundeskanzler weiter. Die Bundesregierung berate mit europäischen Partnern über eine Reaktion, hieß es immerhin aus dem Kanzleramt.
„Die Bundesregierung hat die Äußerungen des US-Präsidenten zur Kenntnis genommen“, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. „Sie befindet sich in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern. Gemeinsam werden wir zu gegebener Zeit über geeignete Reaktionen entscheiden.“ Details nannte er nicht.
Trump hatte unter Verweis auf den Grönland-Konflikt neue Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder ab 1. Februar angekündigt. Die gestaffelten Zölle von bis zu 25 Prozent sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, teilte Trump mit.











