
US-Präsident Donald Trump kritisierte wiederholt Entscheidungen der US-Fed kritisiert. Vor wenigen Tagen gab das Justizministerium bekannt, gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell ermittelt. Seine Amtszeit läuft im Mai ab, aber Donald Trump hat ihn mehrfach gedrängt, zurückzutreten. Der Republikaner forderte auch wiederholt Zinssenkungen. Powell und das Fed-Gremium wehrten sich und verwiesen auf die Unabhängigkeit des Gremiums bei Zinsentscheidungen.
Diese Unabhängigkeit war immer einer der Gründe für die Stärke des Dollars. Kommt sie in Gefahr und wird die Währung zum innenpolitischen Machtinstrument, könnte das drastische Auswirkungen auf die Weltmärkte haben. In Ländern mit starkem Wechselkursanstieg gegenüber dem Dollar verlieren Exporte an Wettbewerbsfähigkeit, was Wachstum und Beschäftigung belasten kann. Zudem führt ein schwacher Dollar häufig zu stärkeren Schwankungen an den Devisenmärkten, was Unsicherheit für Unternehmen und Investoren schafft. Für internationale Anleger kann ein anhaltender Dollarverfall zudem Zweifel an der Stabilität des globalen Finanzsystems und an der Rolle des Dollars als Leitwährung schüren.
Noch ist der Dollar eine wichtige Anlage im Mix der Zentralbanken, die auch Euro und Yen sowie Edelmetalle im Portfolio haben. Aber es gibt einen Trend. Von etwa 66 Prozent der gesamten Zentralbankreserven vor einem Jahrzehnt ist sein Anteil auf etwa 57 Prozent gesunken, berichtet der „Guardian“.
Ökonomen führen den Anstieg des Goldanteils darauf zurück, dass es kaum eine andere Alternative zum Dollar gibt. Andere Fiat-Währungen – wie das Pfund, der Euro, der Yen oder der Yuan – hätten keine so große globale Bedeutung. Infolgedessen wenden sich Institutionen stattdessen Gold zu – dem ältesten zuverlässigen Wertspeicher der Welt. Das Edelmetall überholte im vergangenen Jahr bereits den Euro.
Jonathan Fortun, Ökonom am Institute of International Finance, sagte der britischen Zeitung, dass Gold zwar auf dem Vormarsch ist und Kryptowährungen als Nächstes kommen könnten, aber nur wenige Vermögenswerte bisher mit dem Dollar konkurrieren können. „Ich glaube nicht, dass die Entthronung des Dollars das Hauptproblem wäre, wenn wir an einem Punkt angelangt wären, an dem wir mit Gold handeln müssten. Das wäre ein Effekt der zweiten Runde – wir hätten viele andere Probleme.“











