
Wegen US-Drohung
Bundeswehr prüft Eurofighter-Verlegung nach Grönland
16.01.2026 – 22:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Deutsche Bundeswehrsoldaten sind auf Grönland gelandet. Bald könnten dort auch deutsche Kampfflieger stationiert werden.
Im Streit um die US-Ansprüche auf Grönland zeichnet sich keine Lösung ab. Teil der Erkundungsmission der 15 Bundeswehrsoldaten auf der Insel sei die Prüfung, wie man die Arktis gemeinsam mit Nato-Partnern sicherer machen könne, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag. Dabei gehe es darum, Übungen mit einem möglichen Einsatz von Seefernaufklärer-Flugzeugen zu planen.
„Auch der Einsatz von Fregatten oder anderen Marineeinheiten zur Seeraumüberwachung ist denkbar – theoretisch auch die Verlegung von Eurofightern“, fügte er hinzu. Hintergrund sind US-Forderungen, die Kontrolle über Grönland sei von entscheidender Bedeutung für die nationale Sicherheit.
Video | Video zeigt Bundeswehr-Soldaten in Grönland
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Im Rahmen einer Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder sind am Freitagabend 15 Bundeswehrsoldaten in Grönland eingetroffen. Das Flugzeug ist um kurz vor 18 Uhr gelandet. Das Erkundungsteam der Bundeswehr war zunächst ins dänische Karup geflogen, von wo deutsche und dänische Soldaten gemeinsam nach Grönland starteten. Die Mission erfolgt vor dem Hintergrund der US-Drohungen zur Übernahme Grönlands.
Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte am Mittwoch angekündigt, dass Bundeswehrsoldaten für die Erkundungsmission nach Grönland geschickt werden sollen. Auch Frankreich, Schweden und Norwegen beteiligen sich daran. Hintergrund sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump zur Übernahme Grönlands. Ein Krisentreffen der USA mit Dänemark und Grönland in Washington war am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen.











