
Studie zeigt
So sehr trauern Menschen um verstorbene Haustiere
16.01.2026 – 16:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Verlust eines Haustieres löst laut einer Studie bei vielen Menschen tiefe Trauergefühle aus. Einige empfinden den Tod des Tieres sogar als schmerzhafter als den Verlust nahestehender Menschen.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Tod eines geliebten Haustieres bei Menschen sehr starke Trauerreaktionen auslösen kann – teils vergleichbar mit jenen nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen.
In einer Studie mit 975 Erwachsenen in Großbritannien gaben etwa 21 Prozent der Befragten an, der Verlust ihres Tieres sei der schmerzhafteste gewesen, den sie erlebt haben – sogar stärker als der Tod eines Elternteils, einer Schwester oder eines engen Freundes. Die Untersuchung wurde von Philip Hyland an der Maynooth University (Irland) durchgeführt und im Journal „Plos One“ veröffentlicht.
Die Forscher gehen davon aus, dass die intensive Trauer vor allem mit der emotionalen Bindung zusammenhängt: Viele Besitzer betrachten ihr Haustier als echtes Familienmitglied. Die Beziehung zu einem Tier ist häufig konfliktfrei und geprägt von täglicher Nähe. Das macht den Verlust für viele Menschen besonders schwer verkraftbar.
Betroffene leiden in solchen Fällen unter „Schwierigkeiten, den Tod zu akzeptieren, und intensiven Gefühlen von Traurigkeit, Wut oder Sehnsucht, mit deren Bewältigung sie alleine nicht zurechtkommen“, wie es in der Studie heißt.
Demnach erfüllen etwa 7,5 Prozent der Personen nach dem Tod ihres Tieres sogar die Kriterien einer anhaltenden Trauerstörung (PGD), einer klinisch relevanten Form von tiefer Trauer, die sonst vorwiegend nach dem Tod eines Menschen diagnostiziert wird.
Die Ergebnisse legen nahe, dass es wissenschaftlich keinen grundsätzlichen Unterschied gibt zwischen Trauer um Menschen und Trauer um Tiere – auch wenn offizielle Diagnosekriterien derzeit nur für Personen gelten.











