
Solarparks im Wald
Sachsens CDU will Habeck-Gesetz stoppen
Aktualisiert am 14.01.2026Lesedauer: 1 Min.
Bäume für Solarparks fällen? Sachsens Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch will die Praxis jetzt stoppen. Auch die Grünen im Freistaat sprechen sich dafür aus, obwohl die Genehmigung von einem prominenten Ex-Minister aus der eigenen Partei stammt.
Die CDU im Freistaat Sachsen setzt sich für ein Verbot von Solarparks im Wald ein. Sachsens Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) sagte im Gemeinschafts-Interview mit der „Sächsischen Zeitung“ und der „Leipziger Volkszeitung“, dass ein entsprechender Antrag beim Bundesparteitag der CDU im Februar eingereicht werden soll.
Solarparks auf Agrarflächen sind bei Landwirten durchaus attraktiv. Im Freistaat Sachsen sind derzeit auch zwölf Solarparks geplant, für die Waldflächen gerodet werden sollen. Insgesamt sind sechs Projekte angelaufen, dafür mussten rund 36 Hektar Forst weichen.
Zwar sind die Betreiber zu Ausgleichspflanzungen verpflichtet, dennoch will Sachsen jetzt entsprechende Solaranlagen in Waldgebieten stoppen.
Die Grünen in Sachsen, derzeit nicht mehr im Landtag vertreten, hatten schon 2024 einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Dies überraschte von Breitenbuch, der im Interview von einem „Habeck-Gesetz“ sprach.
Die Ampel-Regierung hatte 2023 unter Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) gesetzlich geregelt, dass die Errichtung von PV-Anlagen im öffentlichen überragenden Interesse liege.
„Das habe ich mir auch in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können, weil für mich der Wald das Ökologischste ist, was wir haben“, so Forstminister von Breitenbuch. Dennoch hatte auch Sachsens Verwaltung die Rodung von Wald für mehrere PV-Anlagen im Freistaat genehmigt.










