
Essgewohnheiten ändern
Diese Lebensmittel lindern Rheumabeschwerden
Aktualisiert am 16.01.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Ernährung kann bei Rheumatikern auch den Grad der Schmerzen beeinflussen. Mit diesem Speiseplan können Sie diese lindern.
Die Essgewohnheiten der Rheumatiker sind in der Regel mitverantwortlich für ihre Beschwerden. Experten warnen etwa vor gesättigten Fettsäuren. So kann etwa die Arachidonsäure aus Fleisch, Leber, Eigelb, fettiger Wurst, Milch und fettigem Käse entzündliche Prozesse im Körper fördern.
Im Schnitt nehmen wir von diesen tierischen Fettsäuren siebenmal mehr auf als wir sollten. Eine bewusste Ernährung ist deshalb wichtig für das Wohlbefinden von Rheumapatienten. Im besten Fall kann der Arzt dann sogar die Verschreibung von Schmerzmitteln und Cortison reduzieren.
Menschen mit entzündlichem Rheuma, die zweimal pro Woche Seefisch essen, nur fettreduzierte Milchprodukte kaufen und fette Fleisch- und Wurstsorten meiden, können ihre Beschwerden lindern und Medikamente einsparen. „Der Effekt setzt nach drei Monaten ein“, sagt Olaf Adam, Ernährungsmediziner und Internist an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Deutsche Rheuma-Liga weist darauf hin, dass die richtige Ernährung bei Rheumapatienten enorm wichtig ist. Empfehlenswert sind Hering, Makrele, Lachs, Sardine oder Karpfen, da sie Omega-3-Fettsäuren enthalten. Außerdem sollten Pflanzenöle, wie Rapsöl oder Leinöl, bevorzugt verwendet werden.
Spinat, Fenchel, Weizenkleie, Rote Bete, Kohlrabi, Mangold, Feldsalat, Kohl und Kartoffeln sind reich an Kalium und gehören ebenfalls auf den Speiseplan. Gute Vitamin-Lieferanten sind Frucht- und Gemüsesäfte aus Orangen, Möhren, Roter Bete und Tomaten. Obst und Gemüse sollten generell möglichst unbehandelt verzehrt werden.

Zudem sollten übergewichtige Rheumapatienten in erster Linie ihr Gewicht reduzieren, damit die Gelenke nicht zusätzlich belastet werden. Auch regelmäßige Fastenkuren unter ärztlicher Aufsicht können bei akuten Schmerzen für Linderung sorgen.
Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie leiden rund zehn Millionen Deutsche an dieser Krankheit. Die Symptome sind vielfältig, da Rheuma keine einheitliche Erkrankung ist. Vielmehr handelt es sich bei Rheuma um einen Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates, deren Ursache weder eine Verletzung noch ein Tumor ist. Am häufigsten sind Arthrose und entzündliche Gelenkerkrankungen wie Arthritis.
Doch auch Erkrankungen der Weichteile, etwa Fibromyalgie oder Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Osteoporose, sind weitverbreitete Rheumaformen. Fast immer gehen damit Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit einher.
In vielen Fällen treten Gelenkschmerzen auf, die besonders nach Ruhezeiten stärker sind oder in den Morgenstunden beim Schlafen stören. Erst wenn sich die Betroffenen bewegen, lassen die Beschwerden nach. Diese sogenannte Morgensteifheit ist ein typisches Zeichen für eine rheumatische Entzündung. Sie äußert sich auch durch Schwellungen und Druckempfindlichkeit.
Zu Beginn werden die Symptome von den Betroffenen oft fehlgedeutet: So vermuten viele hinter den Beschwerden ein Meniskusproblem oder nur eine Überbelastung. Und auch die Rückenschmerzen nach dem Aufwachen werden oft auf falsches Liegen oder eine schlechte Matratze geschoben.
Je nach Rheumaart kann sich die Krankheit auch ganz anders bemerkbar machen: durch Fieber, Gewichtsverlust oder allgemeines Unwohlsein. In seltenen Fällen treten Beschwerden an Herz, Lunge, Magen oder Augen auf. Eine eindeutige Diagnose kann aber nur ein Arzt stellen.











