
Minister gibt Details bekannt
So sieht die neue E-Auto-Förderung aus
16.01.2026 – 08:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Die neue Förderprämie für E-Autos kommt. Wer von ihr profitieren kann und für welche Autos sie gilt.
Das Bundesumweltministerium will den Kauf von E-Autos und Plug-in-Hybriden wieder mit einer Prämie unterstützen, um den lahmenden Absatz der Stromer anzukurbeln. Nach dem plötzlichen Aus einer früheren Prämie Ende 2023 waren die Verkaufszahlen massiv eingebrochen, haben sich mittlerweile aber erholt: Jedes dritte neu zugelassene Auto ist inzwischen elektrisch. Am heutigen Freitag gibt Bundesumweltminister Carsten Schneider die Details bekannt. Was wir bisher wissen.
Die Prämien sollen helfen, den Preisunterschied zwischen Elektrofahrzeugen und vergleichbaren Verbrennern in kleineren Fahrzeugklassen zu reduzieren. Zwar bleiben Benziner oft günstiger, sodass die Förderung nicht automatisch Elektroautos zur günstigsten Option macht. Bei den Gesamtkosten dürften Letztere inzwischen aber vorn liegen.
Für neu zugelassene E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride.
Die Prämie richtet sich an Privatleute, die einen Neuwagen entweder kaufen oder leasen. Es gibt allerdings eine Deckelung beim Einkommen: Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen sollen vorrangig berücksichtigt werden.
Die festgelegte Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen. Diese Einkommensgrenze steigt bei bis zu zwei Kindern je Kind um 5.000 Euro. Laut dem Bundesumweltministerium kann damit rund die Hälfte aller Haushalte, die privat ein Auto kaufen, von der Prämie profitieren.
Nein. Zwar werden entsprechende Vorschläge geprüft, aber die Förderung ist laut Ministerium nicht Bestandteil des neuen Programms.
Es gibt eine Basisförderung für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) von 3.000 Euro. Familien werden zusätzlich gefördert. Bei bis zu zwei Kindern soll sich der Betrag pro Kind um 500 Euro erhöhen. Der zusätzliche Kinderbonus soll maximal 1.000 Euro betragen. Niedrigere Einkommen werden stärker gefördert. Bei einem Netto-Haushaltseinkommen unter 3.000 Euro soll sich die Basisförderung um weitere 1.000 Euro erhöhen.
Die Förderung wird eine Mindesthaltedauer für Kauf und Leasing beinhalten. Details sind noch nicht bekannt.
Bis zum Start könnten noch einige Monate vergehen. Es müsse erst ein entsprechendes Portal freigeschaltet werden, heißt es in der „Bild“-Zeitung. Anträge können voraussichtlich ab Mai gestellt werden.
Die Prämie soll für Fahrzeuge gelten, die seit dem Jahreswechsel zugelassen wurden – also auch rückwirkend.
Laut Bundesumweltminister Carsten Schneider reichen die Mittel für geschätzt 800.000 Autos in den kommenden drei bis vier Jahren.
Nein, die letzte E-Auto-Prämie ist Ende 2023 ausgelaufen. Allerdings weisen Experten wie Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut darauf hin, dass sich der Preisabstand zwischen Verbrenner und Elektroauto Stück für Stück von 7.321 Euro im Jahr 2024 auf 1.340 Euro im Dezember 2025 reduziert hat. Er geht davon aus, dass diese Entwicklung aufgrund fortschreitender Technologie und Neuheiten wie dem VW ID. Polo und der Konkurrenz aus China so weitergeht. Er sieht keine Notwendigkeit für eine solche Prämie.










