
Von gereizt bis depressiv
Auffällige Wesensveränderung: Wann das ein Hirntumor sein kann
15.01.2026 – 08:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Gereiztheit, Antriebslosigkeit, Enthemmung: Hirntumoren können psychische Veränderungen auslösen. Für Angehörige ist das oft besonders belastend.
Einen Hirntumor verbinden viele Menschen mit Kopfschmerzen. Doch diese sind nur eines von vielen möglichen Symptomen. Denn ein Tumor kann sich sehr unterschiedlich äußern, zum Beispiel durch häufiges Erbrechen, epileptische Anfälle, Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen.
Auch deutliche Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens können auf einen Tumor hinweisen – Anzeichen, welche Angehörige oft eher bemerken als die erkrankte Person selbst.
Wichtig zu wissen: Wesensveränderungen können viele Ursachen haben. Im Vergleich zu häufigeren Auslösern wie psychischen oder internistischen Erkrankungen ist ein Hirntumor eher selten der Grund. Wichtig ist jedoch, solche Beschwerden ernst zu nehmen – insbesondere, wenn sie stark ausgeprägt sind.
Ein Hirntumor kann zu unterschiedlichen Veränderungen führen. Zum Beispiel sind Personen, die zuvor durch ein lebhaftes Temperament aufgefallen sind, nur noch wenig begeisterungsfähig. Andere, welche normalerweise eher zurückhaltend und still sind, zeigen sich enthemmt und impulsiv. Wieder andere fallen durch grundlose Gereiztheit auf.
Zu möglichen Veränderungen zählen etwa:
Zudem bemerken Außenstehende und Betroffene unter Umständen mentale Veränderungen, etwa in der Gedächtnisleistung, Konzentrations- und/oder Merkfähigkeit. Zum Beispiel haben erkrankte Personen Schwierigkeiten, sich längere Zeit auf etwas zu konzentrieren, oder sie wirken verwirrt.
Welche Beschwerden ein Hirntumor auslöst, hängt vor allem davon ab,
Wenn ein Tumor zu Persönlichkeits- oder Verhaltensänderungen führt, ist dieser häufig in einer bestimmten Hirnregion zu finden: im zum Großhirn gehörenden Frontallappen.
Dieser Bereich ist für verschiedene Funktionen zuständig. Dazu zählen unter anderem die Sprachmotorik, das Riechen, die Bewegung der Skelettmuskulatur. Auch für die individuelle Persönlichkeit spielt er – neben anderen Hirnregionen – eine große Rolle, da er an der Regulation von Verhalten, Emotionen und sozialen Fähigkeiten beteiligt ist. Verdrängt oder behindert ein Tumor bestimmte Hirnbereiche im Frontallappen, kann sich das auf unterschiedliche Weise auswirken.











