
Nun kommt für die AfD offenbar eine weitere Affäre um Bystron hinzu: Bereits im Mai 2025 hatte er im Hilton Hotel Straßburg an einem Empfang der chinesischen Botschaft teilgenommen. Ebenfalls dort anwesend war laut Informationen von t-online der Lobbyist Lin Gai, der über Jahre von China finanzierte Reisen an EU-Abgeordnete vermittelte. Dazu nutzte er eine dubiose „EU-China Friendship Group“, in der auch Krah eine Leitungsfunktion hatte.
Ein Foto vom Empfang im Mai zeigt Gai im Gespräch mit dem AfD-Abgeordneten Hans Neuhoff und dem fraktionslosen Abgeordneten Fernand Kartheiser aus Luxemburg. Kartheiser bestätigte t-online im Dezember, der Lobbyist habe ihm eine Reise nach China angeboten. Neuhoff und Bystron reagierten auf Anfragen dazu nicht.
Bemerkenswert: Neuhoff und Kartheiser sowie Bystron und Krah standen auch mit dem russischen Einflussnetzwerk des Oligarchen Viktor Medwedtschuk in Kontakt, das die AfD immer wieder in die Schlagzeilen bringt.
Gegen Bystron ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München seit Langem, ob er Bestechungsgelder des Netzwerks erhalten hat, was er vehement bestreitet. Gegen Krah wird noch immer in Vorermittlungen ein entsprechender Anfangsverdacht geprüft. Er hatte jahrelang für Medwedtschuk lobbyiert, bestreitet aber, Geld dafür erhalten zu haben.
Zuletzt waren nicht nur mehrere AfD-Abgeordnete zu einer vom Medwedtschuk-Netzwerk organisierten Konferenz nach Russland gereist. Anfang dieses Jahres brach der Parteivorsitzende Tino Chrupalla auch zu einem offiziellen Besuch nach China auf. Mitte 2023 hatte die AfD-Bundestagsfraktion einen ersten gemeinsamen Trip dorthin unternommen. Unter den Reisenden: Alice Weidel und Petr Bystron.









