
Viele Seen sind schon geflutet oder mitten im Wandel, was Kathrin Winkler vom Tourismusverband Lausitzer Seeland an ein paar Bäumen und Baumresten erläutert, die den Wasserspiegel des Sedlitzer Sees von unten durchstoßen: „Wenn der See vollständig geflutet ist, werden die Bäume zwei Meter unter dem Wasserspiegel gekappt.“
Zur Urlaubsregion Lausitzer Seenland zählt als größter der Senftenberger See, das touristische Herzstück und ebenfalls ein gefluteter Tagebau. Ab 1967 ließ man Wasser in das große Loch in der Landschaft, in den Siebzigern wurde der See feierlich eröffnet. Mit dem der Senftenberger See begann die große Umwandlung der Region.
Zu ihr zählt im Lausitzer Revier aber auch der letzte aktive Tagebau Welzow-Süd. Hier wird noch Kohle zur Verstromung aus der Erde geholt. Doch irgendwann wird es einen Welzower See geben. Aber noch wirkt Welzow-Süd mit seiner Abraumhalde wie eine Wüste, gerade im Winter. Kathrin Winkler, die vor der Wende Bergbauökonomie studierte, sagt: „Hier in der Region hat jeder irgendwie mit Kohle zu tun gehabt.“
Vom Aussichtspunkt „Süd“, südöstlich der Stadt Welzow, zeigt sie auf eine gegenüberliegende riesige Halde aus Sand und Lehm, in der ein stählerner Gigant nahezu filigran wirkt: die F60-Abraumförderbrücke, die größte ihrer Art weltweit, erfunden in der Lausitz. 60 Meter dicke Schichten an Erde kann sie auf einmal abtragen, daher ihr Kürzel. Im Revier kommen solche Abraumförderbrücke noch zum Einsatz.
„Das ist die größte bewegliche Arbeitsmaschine der Welt“, sagt Marcus Weise, Geschäftsführer des Besucherbergwerks F60. Es liegt direkt am Bergheider See, ebenfalls ein gefluteter Tagebau, und hat sich zur Aufgabe gemacht, einen dieser Kolosse aus Tausenden von Tonnen Stahl, über 500 Meter lang und 200 Meter breit, für die Nachwelt zu erhalten.











