
Einbußen im Alter
So schnell verlieren Sie fast 40.000 Euro Rente
Aktualisiert am 14.01.2026 – 07:13 UhrLesedauer: 3 Min.

Reduzieren Angestellte ihre Arbeitszeit, tun sie das zum Preis einer niedrigeren gesetzlichen Rente. Doch wie viel Geld geht ihnen genau verloren?
Ob Kinderbetreuung, die Pflege Angehöriger oder einfach der Wunsch nach mehr Freizeit: Es gibt viele Gründe, warum Arbeitnehmer auf Teilzeitarbeit umschwenken oder sich sogar ganz aus dem Berufsleben verabschieden. Die finanziellen Folgen können langfristig jedoch erheblich sein – insbesondere für die spätere Rente. Wir zeigen, wie viel Geld Sie verlieren, wenn Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren.
Wenn Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren, sinkt in der Regel auch Ihr Gehalt. Da die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung vom Bruttolohn abhängen, zahlen Sie bei einem geringeren Einkommen auch weniger in die Rentenkasse ein. Das führt zu niedrigeren Rentenansprüchen im Alter.
Zwar werden Kindererziehungszeiten angerechnet, allerdings für maximal drei Jahre pro Kind. Zudem können die Zeiten nur einem Elternteil zugeschrieben werden. Die Deutsche Rentenversicherung tut dann so, als hätten Sie in dieser Zeit so viel verdient wie der Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Das bringt Ihnen einen Rentenpunkt pro Jahr oder umgerechnet aktuell 40,79 Euro Rente im Monat.
Meist bleibt es aber nicht bei einer kurzfristigen Auszeit vom Job oder vorübergehend reduzierter Arbeitszeit. Sobald Kinder ins Leben treten, wechseln vor allem Frauen häufig in Teilzeitarbeit – und bleiben oft auch dann dabei, wenn die Kinder schulpflichtig werden. Männer hingegen arbeiten zum überwiegenden Teil weiter in Vollzeit – egal, wie alt ihr Kind ist.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren 2024 91,3 Prozent der erwerbstätigen Väter mit einem Kind unter sechs Jahren vollzeitbeschäftigt. War das Kind über sechs Jahre alt, stieg die Quote auf knapp 93 Prozent. Frauen mit jüngeren Kindern hingegen arbeiteten nur zu 25,6 Prozent in Vollzeit, mit schulpflichtigen Kindern lag die Quote bei 37,2 Prozent.
Wie sich Teilzeitarbeit auf die Rente auswirkt, macht ein Beispiel deutlich:
Nehmen wir an, Sie verdienen bei einer 40-Stunden-Woche ein Jahresbruttoeinkommen von 52.000 Euro. Nun möchten Sie auf eine 32-Stunden-Woche reduzieren, was Ihr Jahresgehalt auf 41.600 Euro senken würde.
Nehmen wir nun weiter an, dass Sie 20 Jahre lang auf diese Weise in Teilzeit arbeiten, ergibt sich für diese Phase Ihres Berufslebens folgender Unterschied zur Vollzeit:









