
„Es passen nicht alle rein“
Union verschiebt Mitgliederversammlung wegen hohen Andrangs
13.01.2026 – 20:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Der 1. FC Union Berlin muss seine geplante Mitgliederversammlung kurzfristig absagen. Für die Jubiläumsfeier des Vereins gelten besondere Zugangsregeln.
Der 1. FC Union Berlin hat seine für Dienstag, 20. Januar, geplante Mitgliederversammlung verschoben. Grund dafür ist die unerwartet hohe Anzahl an Anmeldungen, die die Kapazität des vorgesehenen Veranstaltungsortes übersteigt.
Das für die Veranstaltung vorgesehene Festzelt vor dem Stadion An der Alten Försterei bietet Platz für 4.000 Personen. Union-Präsident Dirk Zingler geht jedoch von etwa 6.000 Anmeldungen aus. „Wir haben festgestellt, dass die Anmeldungen überwältigend sind. Es passen nicht alle herein“, sagte Zingler in einer Medienrunde im Stadion.
Trotz der Verschiebung der Mitgliederversammlung hält der Verein an der Festveranstaltung zum 60. Vereinsgeburtstag am 20. Januar fest. Der Einlass zu dieser Feier beginnt um 17.30 Uhr. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, betonte Zingler. Bei 4.000 Mitgliedern endet der Einlass zur Jubiläumsfeier. Für diejenigen, die keinen Platz mehr im Zelt finden, werden außerhalb zwei Videowände und Buden mit lokalen Speisen aufgebaut.
Für die verschobene Mitgliederversammlung plant Union Berlin einen neuen Termin. Zingler könnte sich die Versammlung nach dem letzten Spieltag am 16. Mai 2026 vorstellen. „Wahrscheinlich wird die Versammlung dann im Stadion stattfinden. Dann haben 20.000 Mitglieder Platz. Wir gehen davon aus, dass die Kapazität ausreicht“, sagte er.
Union Berlin hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Konzernüberschuss von knapp einer halben Million Euro abgeschlossen. Zingler bewertete die 455.000 Euro Überschuss als ein „für uns sehr gutes Ergebnis“.
Angesichts der höchsten Transfereinnahmen konnten die Mindereinnahmen zum größten Teil ausgeglichen werden. Zudem verfüge Union mit 8,073 Millionen Euro über das höchste Eigenkapital in der Vereinsgeschichte.
Der 61 Jahre alte Zingler verwies auf den Wettbewerbsnachteil bei den Stadioneinnahmen, den Union Jahr für Jahr ausgleichen müsse. Umso schneller soll die Stadionkapazität von derzeit 22.012 auf zunächst 34.000 Zuschauer durch den Ausbau der Alten Försterei angehoben werden. Insgesamt peilt Zingler eine Spielstätte an, in die 40.000 Anhänger hineinpassen. Am 31. Dezember 2025 waren insgesamt 71.328 Personen Mitglieder von Union.










