
Fragen zum Antisemitismus-Skandal
Hardy Krüger will sich im Dschungel Gil Ofarim vorknöpfen
13.01.2026 – 16:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Gil Ofarim sucht im Dschungelcamp einen Neuanfang. Doch Hardy Krüger plant, ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren.
Australien dient erneut als Kulisse für den Start einer neuen Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Während viele Promis vor allem mit Prüfungen, Lagerleben und tierischen Begegnungen rechnen, geht es für einen Mitstreiter bereits vor der ersten Dschungelprüfung um mehr als nur Show. Musiker Gil Ofarim steht nicht nur wegen seiner Teilnahme im Fokus – sondern auch wegen seiner Vorgeschichte.
Ofarim war im Herbst 2021 deutschlandweit in den Schlagzeilen, nachdem er in einem Instagram-Video behauptet hatte, in einem Leipziger Hotel antisemitisch diskriminiert worden zu sein. Die Vorwürfe schlugen hohe Wellen, es folgte eine öffentliche Debatte.
Doch nach einer umfassenden juristischen Aufarbeitung kam heraus: Die geschilderten Ereignisse hatten so nicht stattgefunden. Vor Gericht räumte Ofarim ein, den Vorfall frei erfunden zu haben. Infolgedessen zog sich der Musiker weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.
Mit dem Einzug ins Dschungelcamp 2026 will Gil Ofarim nun offenbar ein neues Kapitel aufschlagen. Gegenüber RTL sagte er im vergangenen Jahr: „Das Video war der größte Fehler meines Lebens.“ Die Teilnahme an dem Reality-Format scheint Teil eines persönlichen Neustarts zu sein – doch die Vergangenheit bleibt präsent. In sozialen Medien wird seine Entscheidung, trotz der Vorgeschichte wieder ins Rampenlicht zu treten, bereits kontrovers diskutiert.
Kritik kommt auch direkt aus dem Teilnehmerfeld. Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher äußerte sich im Vorfeld bei der „Bild“-Zeitung deutlich und nannte Ofarims damaliges Verhalten ein „No-Go“. Die Tatsache, „wie er da gelogen hat“, empfinde sie als „ganz übel“.
Auch Hardy Krüger, der ebenfalls Teil des diesjährigen Dschungel-Ensembles ist, kündigt an, den Skandal im Camp nicht unbeachtet zu lassen. Im RTL-Interview erklärte er: „Dieses Thema wird unweigerlich natürlich auch im Dschungel sicherlich diskutiert werden.“ Er wolle Ofarim „dann schon meine Fragen stellen“ und erwarte „einfach auch eine ehrliche Antwort“.
In welcher Form es im Camp zu einem Austausch über den Antisemitismus-Vorwurf und dessen Folgen kommen wird, ist derzeit offen. Klar ist: Der Fall Ofarim bleibt ein Thema – auch im australischen Dschungel.











