
Auto im Winter
Warum die Standheizung heimlich Ihre Batterie leer saugt
13.01.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Selbst bei ruhendem Motor zieht die Standheizung Strom. Warum das so ist und wie man es vermeidet, lesen Sie hier.
In der kalten Jahreszeit sorgt die Standheizung für angenehme Wärme im Auto – doch nicht selten entlädt sich dabei unbemerkt die Fahrzeugbatterie. Besonders betroffen sind Pendler und Fahrer, die ihr Auto im Winter regelmäßig vorwärmen. Plötzlich springt der Motor nicht mehr an, obwohl die Heizung zuvor einwandfrei lief. Warum ist das so?
Moderne Standheizungen verbrauchen nicht nur Brennstoff, sondern auch Strom aus der Batterie für Regelelektronik, Einspritzung und Ventilatoren. Selbst wenn sie ausgeschaltet scheint, kann ein defektes Steuergerät oder eine fehlende Selbstausschaltung bei niedriger Spannung den Ruhestromverbrauch aufrechterhalten, was die Batterie über Nacht entleert.
Bei Nachrüstsystemen fehlt oft die Integration ins Bordnetz, sodass bis zu 100 Ampere in kurzer Zeit abgezogen werden.
Moderne Standheizungen schalten bei kritisch niedriger Batteriespannung ab. Nachrüstmodelle oder ältere Geräte lassen diese Funktion vermissen.
Wie stark die Auswirkungen sind, erfährt man durchs rausziehen der Heizungssicherung. So kann man testen, ob die Batterie stabil bleibt. Bei der nächsten Fahrt in die Werkstatt lohnt sich ein Blick auf den Fehlerspeicher. Sind CAN-Signal oder Relais defekt, wird dadurch ein Geisterverbrauch verursacht.
AGM-Batterien vertragen höhere Entladeströme besser und sind zu bevorzugen. Nach dem Heizbetrieb sollte man mindestens die Dauer der Heizungslaufzeit fahren, um die Batterie aufzuladen.
Mit der Installation eines Batteriemanagements lässt sich einschalten, dass ein Verbraucher bei Unterspannung priorisiert abgeschaltet wird. Nur wenn die Batterie voll ist, kann man die Standheizung kurzfristig nutzen.
Regelmäßige Tests mit einem Amperemeter im Ruhezustand (unter 1 Ampere nach 20 Minuten) sorgen für Balance.
Ein leerer Akku durch die Standheizung ist ärgerlich – doch wer die Ursachen kennt, kann gezielt vorbeugen. Wenn trotz aller Maßnahmen die Batterie regelmäßig schlappmacht, lohnt sich eine fachmännische Prüfung.
Werkstätten können mit einem einfachen Batterietest schnell klären, ob ein Defekt oder Überlastung vorliegt. Auch spezialisierte Foren oder Hersteller-Hotlines bieten hilfreiche Tipps zur optimalen Nutzung der Standheizung. So bleibt das Fahrzeug auch im Winter startklar – warm, aber nicht entladen.











