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Home » SPD will Lebensfreibetrag von einer Million Euro
Politik

SPD will Lebensfreibetrag von einer Million Euro

By zeit-heute.deJanuar 13, 20263 Mins Read
SPD will Lebensfreibetrag von einer Million Euro
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Reiche Erben

SPD will Lebensfreibetrag von einer Million Euro

13.01.2026 – 02:03 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die SPD macht sich Gedanken über eine Reform der Erbschaftssteuer (Symbolbild). (Quelle: Stefan Puchner/dpa)

Die SPD will reiche Erben künftig mit einer höheren Steuer belegen. Die Fraktion will das Konzept am Dienstag vorstellen. Erste Details sind nun bekannt – Kritik lässt nicht lange auf sich warten.

Die SPD will Medienberichten zufolge die Erbschaftsteuer reformieren und Erben großer Vermögen stärker besteuern. Ein Konzeptpapier sieht vor, dass gleichzeitig die Weitergabe kleinerer Beträge steuerlich entlastet werden soll. Darüber berichteten das ARD-Hauptstadtstudio und die „Bild“-Zeitung. Aus der Union kam scharfe Kritik an den Plänen.

Demnach soll es künftig einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro geben, der steuerfrei geerbt werden kann – nach Informationen der ARD sind 900.000 Euro für Erbschaften aus der Familie und 100.000 Euro von nicht oder entfernt verwandten Personen vorgesehen. Nicht betroffen wäre demnach ein selbst genutztes Eigenheim.

SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar sagte der ARD-„Tagesschau“: „Wir wollen darüber hinaus selbstverständlich auch im Blick behalten, dass wir Arbeitsplätze in Deutschland sichern, und werden dafür auch vorschlagen, dass wir mit sehr weitreichenden Stundungsregelungen die Möglichkeiten geben, dass anfallende Steuern auf 20 Jahre gestreckt werden.“

Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil betonte bei einer Reise nach Washington die Notwendigkeit einer Erbschaftsteuerreform. Spätestens nach dem erwarteten Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssten Entscheidungen getroffen werden. Dafür habe die SPD-Fraktion mit ihrem nun vorgelegten Konzept einen wichtigen Impuls gegeben.

Er erwarte, dass 2026 ein Jahr mit sehr vielen Veränderungen für Deutschland werde, sagte der Vizekanzler. „Für mich ist es schon sehr wichtig – und das habe ich immer wieder betont –, dass Fragen von Ungleichheit, von Ungerechtigkeit, dass die angegangen werden.“ Die derzeitige Erbschaftsteuer sei ungerecht und verstoße gegen das Leistungsprinzip.

Bislang gelten die Freibeträge für Erbschaften und Schenkungen für einen Zeitraum von zehn Jahren. Kinder können etwa per Schenkung oder Erbe 400.000 Euro steuerfrei vermacht bekommen. „Es ist für uns selbstverständlich, dass das Wohnhaus von Oma steuerfrei geerbt werden kann, aber für drei Villen Erbschaftsteuer anfällt“, zitiert die „Bild“-Zeitung aus dem SPD-Konzept.

Laut ARD ist es in Zusammenarbeit von Parteispitze und Bundestagsfraktion entstanden. Am Dienstag will die Fraktion die Pläne vorstellen.

Für die Vererbung von Unternehmen sieht das Konzept laut ARD einen zusätzlichen Freibetrag in Höhe von fünf Millionen Euro vor. Damit soll sichergestellt werden, dass die meisten Familienbetriebe steuerfrei an die nächste Generation weitergegeben werden können. Erst ab einem Unternehmenswert von mehr als fünf Millionen Euro sollen demnach Steuern anfallen, für die Stundungsmöglichkeiten von bis zu 20 Jahren vorgesehen seien.

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