
Autobauer in der Krise
Mercedes-Absatz bricht deutlich ein
12.01.2026 – 16:47 UhrLesedauer: 3 Min.
Mercedes hat 2025 deutlich weniger Autos ausgeliefert. Die Gründe liegen vor allem im Ausland. Auch bei den anderen deutschen Autobauern sind die Zahlen mäßig.
Vor allem wegen Rückschlägen bei den Verkaufszahlen in China und in den USA haben der VW-Konzern und Mercedes-Benz im vergangenen Jahr weniger Autos verkauft. Beide Autobauer legten am Montag ihre Absatzzahlen für 2025 vor.
Bei Mercedes fiel der Rückgang deutlich aus. Die Schwaben lieferten mit rund 2.160.000 Pkw und Vans zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr an ihre Händler aus.
Der VW-Konzern lieferte 2025 weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken an seine Kunden aus. Das seien 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor gewesen, wie die Wolfsburger mitteilten.
Die Zahlen sind angesichts der etwas unterschiedlichen Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar, zeigen aber dennoch eine Entwicklung auf. Finanzkennzahlen für das vergangene Jahr liegen bisher nicht vor, diese veröffentlichen die Dax-Unternehmen im Laufe des ersten Quartals.
In Europa legte Europas größter Autobauer zwar zu. 3,38 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken wurden hier ausgeliefert, 3,8 Prozent mehr als 2024. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht ausgleichen. „Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA haben unser Geschäft beeinträchtigt“, sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut.
In China, wo der Konzern mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Elektroautoanbieter kämpft, wurden 2025 noch 2,69 Millionen Fahrzeuge übergeben, 8 Prozent weniger als im Vorjahr. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um 10,4 Prozent auf 946.800 Fahrzeuge ab.











