
Blindgänger-Bilanz
So viele Bomben wurden 2025 in Köln gefunden
09.01.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln werden regelmäßig Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden gefunden. Die Stadt veröffentlicht Zahlen für das vergangene Jahr.
Im vergangenen Jahr wurden in Köln 50 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und entschärft. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung zur Bilanz des Bereichs der „Kampfmittelangelegenheiten“ des Ordnungsamtes mit.
Unter den geborgenen Sprengkörpern waren demnach 24 Sprengbomben und 26 Brandbomben. Zudem wurden 27 kleinere Kampfmittel wie Granaten, Munition und Ähnliches gefunden. 16 verdächtige Gegenstände stellten sich als harmlos heraus. Die Entschärfung der Sprengbomben erforderte 19 Evakuierungen. Insgesamt 69.562 Kölner mussten vorübergehend ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
Die größte Evakuierungsaktion fand im Juni 2025 im Bereich der Deutzer Werft statt. Rund 20.500 Anwohner mussten ihre Wohnungen räumen. Dadurch war es die größte bisher dokumentierte Evakuierung in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die längste Evakuierung ereignete sich hingegen im Mai im Bereich der Hardefuststraße und des Sachsenrings. Von der Alarmierung bis zum Ende des Einsatzes vergingen laut Stadt etwa 16 Stunden, die Maßnahmen zogen sich auch über Nacht. Der Einsatz war nötig geworden, weil eine amerikanische Sprengbombe durch ein Baustellenfahrzeug bewegt worden war und deswegen unverzüglich entschärft werden musste.
Die Fachgruppe „Kampfmittelangelegenheiten“ im Ordnungsamt der Stadt Köln bearbeitete 2025 insgesamt 3.209 Anträge auf Luftbildauswertung. Diese Untersuchungen bereiten Bauvorhaben vor und sollen die Bürger absichern.
Die Fachgruppe führte im vergangenen Jahr 60 Baustellen-Kontrollen durch. Diese Maßnahmen sollen weitere Kampfmittelfunde frühzeitig erkennen und Gefahren minimieren. Die Experten rechnen auch in den kommenden Jahren mit weiteren Bombenentschärfungen in Köln, die Stadt bereitet sich auf mögliche Funde vor.











