
Tipps zum Auftauen
Wann Tiefkühlkost zum Gesundheitsrisiko werden kann
Aktualisiert am 08.01.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 4 Min.
Tiefkühlkost kann den Alltag erheblich erleichtern. Doch eingefrorene Lebensmittel können auch schnell zum Gesundheitsrisiko werden.
Wenn es schnell gehen soll, sind Tiefkühlgerichte eine gute Wahl. Aber Vorsicht: Nicht nur beim Einfrieren, auch beim Auftauen von Tiefkühlkost gibt es einiges zu beachten. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Speisen so auftauen, dass sie knackig und voller Vitamine bleiben.
Gefrorenes Gemüse geben Sie am besten direkt in den Topf, ohne es vorher aufzutauen. Lassen Sie es rund drei Minuten in kochendem Wasser garen. Dann ist es schön knackig und die Vitamine und Nährstoffe bleiben zum größten Teil erhalten. TK-Gemüse aus dem Supermarkt ist besonders nahrhaft, weil es schockgefrostet wurde.
Wer Gemüse selbst einfriert, kann es vorher kurz blanchieren, dann ist es nach dem Auftauen schneller gar. Lag Gemüse im Gefrierbeutel im Froster, können Sie den Beutel auch einfach im Wasserbad erhitzen.
Wer Fleisch auftaut, muss besonders Acht geben – vor allem, wenn es sich um Hackfleisch handelt. Hier breiten sich Keime sehr schnell aus. Fleisch, das eingeschweißt oder vakuumverpackt ist, lassen Sie beim Auftauen am besten unausgepackt. Andere Lebensmittel, in deren Verpackung sich Luft befindet, sollten Sie herausholen und in einem separaten Behälter auftauen. Auch Lebensmittel, die in Alufolie verpackt und dann eingefroren wurden, sollten ausgepackt werden.
Wichtig ist auch, nur so viel von den Lebensmitteln aufzutauen, wie Sie benötigen. Zwar können einige Produkte wieder eingefroren werden, aus hygienischen Gründen ist das jedoch nicht zu empfehlen.
Am besten ist es, schon beim Einfrieren mitzudenken: Frieren Sie die Lebensmittel in vorportionierten Größen ein. Das gilt sowohl für Kräuter als auch für Gemüse und Fleisch. So verhindern Sie, dass Sie die gesamte Packung auftauen müssen.
Wenn das Hack in kleinen, flachen Portionen eingefroren wurde, können Sie es direkt ohne Auftauen in den Topf geben und weiter verarbeiten. Ein bisschen Wasser dazu und anschließend kräftig durchgaren – dann haben Keime keine Chance.
Tiefkühlfisch ist häufig mit einer Wasserschicht überzogen. Beim Einfrieren wird sie zu Eis, das den Fisch vor Gefrierbrand schützen soll. Spülen Sie diese Schutzschicht unter fließendem, kaltem bis lauwarmem Wasser ab. Anschließend sollten Sie den gefrorenen Fisch zum Auftauen in den Kühlschrank legen. Dabei sollte er nicht mit abtropfendem Tauwasser in Berührung kommen oder womöglich darin liegen. Hier können sich schnell Keime bilden. Legen Sie den Fisch daher am besten in ein Sieb. Gießen Sie daher das Tauwasser regelmäßig ab.










