
Dichtes Schneetreiben, Orkanböen und Glatteis – Meteorologen warnen vor einer extremen Wetterlage. Vielerorts werden deshalb Vorbereitungen getroffen.
„Wir rechnen mit Brüchen, Platzwunden und Schädel-Hirn-Traumata durch Stürze aller Art“, erklärte etwa Angela Kijewski vom Unfallkrankenhaus Berlin auf Anfrage von t-online. „Ob Hüft-, Fuß- oder Handfrakturen: Alles ist möglich“, so die Sprecherin.
Der Schneeorkan droht den Medizinern den Rest zu geben. Generell sei man als Unfallkrankenhaus auf Massenanfälle von Verletzten vorbereitet, sagte die Sprecherin. Aber: „Auch wir haben unsere Grenzen.“
Schon in den vergangenen Wochen sei viel los gewesen, erklärte Kijewski. „Vor Weihnachten gab es Glatteis, während Silvester gab es Glatteis und Bölleropfer – und jetzt kommt noch eine Großwetterlage dazu.“ Zwar sei schon seit einiger Zeit mehr Personal im Einsatz, doch dieses arbeite bereits am Anschlag. Es hätten sich schon mehrfach lange Schlangen vor der Rettungsstelle gebildet. Kijewski: „Wir sind schon jetzt fast komplett voll. Die Ärzte, die Pflegekräfte und die Röntgenassistenten arbeiten bereits am Limit.“
Deshalb bittet sie inständig, sich dem Wetter entsprechend zu verhalten. Menschen sollten bei der prekären Wetterlage am besten zu Hause bleiben und – falls sich das nicht umgehen lässt – draußen vorsichtig sein. „Auf das Fahrrad sollte man jetzt lieber verzichten. Wichtig ist auch, das richtige Schuhwerk anzuziehen, damit man nicht ausrutscht“, erklärte die Sprecherin des Krankenhauses t-online. Auch Spikes, die man sich unter die Schuhe klemmt, seien eine sinnvolle Möglichkeit.
Falls man sich dennoch verletzen und das Krankenhaus aufsuchen sollte, bittet sie um Geduld. „Für unser Personal ist die bevorstehende Wetterlage eine Stresssituation. Kommen dann noch ungeduldige Patienten dazu, die vielleicht sogar aggressiv werden, weil sie warten müssen, ist das nicht förderlich.“
Auch in Hamburg laufen bereits Vorbereitungen für den „Wetterkrimi“, wie es Adrian Leyser Sturm vom Deutschen Wetterdienst (DWD) die Lage bezeichnete. Ein Sprecher der Schulbehörde kündigte an, dass die Schulen geschlossen bleiben könnten. „Wir beobachten die Lage und sind insbesondere mit dem DWD im Austausch.“ Schulen hätten demnach die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, den Unterrichtsbetrieb am Freitag einzuschränken oder ganz abzusagen. Das hänge von der Gefährdungslage ab.











