
„Das reißt gar nicht mehr ab“
Polizei gibt Update zu Millionen-Coup
Aktualisiert am 02.01.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen gehen bei der Polizei Hunderte Hinweise ein. Trotzdem haben die Ermittler schlechte Nachrichten.
Nach dem Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen mit einer Beute von möglicherweise mehr als 30 Millionen Euro gehen bei der Polizei zahlreiche Hinweise ein. „Das reißt gar nicht mehr ab“, sagte ein Polizeisprecher. Er sprach von einer „Flut“ an Hinweisen.
Zudem hat die Polizei, wie das Magazin „Der Spiegel“ meldet, eine „Besondere Aufbauorganisation“ (BAO) gegründet. Die Polizei setzt dieses Team von in der Regel besonders erfahrenen oder spezialisierten Beamten bei besonders schweren Straftaten ein. Die BAO in Gelsenkirchen trage den Namen „Bohrer“.
Die Täter hatten sich durch einen Archivraum Zugang zum Tresorraum verschafft, vermutlich während der Weihnachtsfeiertage. Wie die Polizei mitteilte, wurden fast alle 3.250 Kundenschließfächer aufgebrochen.
Die Ermittler erhalten Informationen aus verschiedenen Richtungen, erklärte der Sprecher – darunter auch von Sachverständigen und Ermittlern aus anderen Bundesländern. Einigen Hinweisgebern seien Details auf den kursierenden Aufnahmen aus der Tiefgarage aufgefallen. Eine heiße Spur gibt es trotz der vielen Hinweise bislang nicht. Eine Festnahme stehe derzeit nicht an, erklärte der Sprecher.
Die Ermittler prüfen nun, ob die Täter neben einem schwarzen hochmotorisierten Auto auch einen weißen Transporter bei dem Einbruch eingesetzt haben. „Wir halten es für möglich, dass der Transporter an der Tat beteiligt war“, so der Polizeisprecher. Das Kennzeichen des schwarzen Fahrzeugs, in dem maskierte Männer saßen, war in Hannover entwendet worden.
Den Einbruch entdeckten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage. Die Beutetour könnte sich über mehrere Tage erstreckt haben: Zeugen beobachteten bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des angrenzenden Parkhauses.
Für den Einbruch nutzten die Täter einen speziellen Kernbohrer, mit dem sie ein großes Loch in die Wand zum Tresorraum bohrten. Das Gerät nahmen sie anschließend wieder mit. Die Sparkassenfiliale im Stadtteil Buer bleibt vorerst geschlossen. Anfang der Woche versammelten sich viele besorgte Kunden vor dem Gebäude und forderten Informationen ein.
Laut „Bild“-Informationen sollen die Diebe sogar mehr als 100 Millionen Euro erbeutet haben. Die Polizei hat bisher keine genaue Summe bestätigt.








