
Entlastung für Tierheime
Steuerfreiheit für Heimhunde soll Vermittlung steigern
02.01.2026 – 16:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwar steigt die Hundesteuer in Hamburg ab 2027 von 90 auf 120 Euro, aber gleichzeitig greift eine Steuerbefreiung für Tierheimhunde. Das ist geplant.
Der Hamburger Senat hat die Erhöhung der Hundesteuer ab 2027 beschlossen. Die Steuer werde von 90 auf 120 Euro pro Jahr steigen. Laut Senat werde gleichzeitig eine dreijährige Steuerbefreiung für die Aufnahme ungefährlicher Hunde aus Tierheimen eingeführt, um deren Vermittlung zu fördern.
Die Hundesteuer wurde seit 1995 nicht mehr angehoben. Mit der Erhöhung soll Hamburg auf das Niveau anderer Großstädte wie Berlin und Bremen kommen, die Steuersätze zwischen 120 und 150 Euro haben. Das Steueraufkommen im Jahr 2024 betrug laut Senat 5,6 Millionen Euro.
Die Steuerbefreiung für Tierheimhunde solle helfen, die Vermittlung dieser Tiere zu verbessern, da die Kapazitäten in Hamburger Tierheimen angespannt seien, heißt es in einer Mitteilung des Senats. Der Senat wolle weitere Befreiungen oder Differenzierungen vermeiden, da sie zusätzlichen Bürokratieaufwand verursachen würden.
Anja Quast, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg, erklärte, dass jedes Jahr rund 700 bis 900 Hunde im Hamburger Tierheim aufgenommen werden. Viele dieser Tiere stammen aus Haltungsaufgaben, Überforderungen der Halter oder aus Beschlagnahmungen und bleiben oft über Monate oder Jahre im Tierheim. „Die dreijährige Steuerbefreiung bei der Aufnahme eines ungefährlichen Hundes aus dem Tierheim ist daher genau der richtige Schritt.“










