
Die Ursachen sind vielfältig: Die Bevölkerung wird älter und behandlungsbedürftiger, bestimmte Medikamente und neue Behandlungsmethoden sind teuer und auch im Gesundheitswesen steigen Gehälter, Energie- und Materialkosten. Deutschland hat zudem eine teure Krankenhauslandschaft mit vielen Häusern. Auch über unnötige Behandlungen oder eine „Überversorgung“ wird immer wieder diskutiert.
Für 2025 werden für die Krankenkassen Gesamtausgaben von rund 347 Milliarden Euro prognostiziert. Und im neuen Jahr geht es weiter steil nach oben: Es wird mit einem Anstieg auf nunmehr 370 Milliarden Euro gerechnet. „Solche Steigerungsraten hält auf Dauer kein Gesundheitssystem aus“, hatte Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Chefin des GKV-Spitzenverbandes, der „Rheinischen Post“ vor allem mit Blick auf Klinikbehandlungen und Arzthonorare gesagt.
Die schwarz-rote Bundesregierung hat auch im Gesundheitssystem, wie beim Bürgergeld oder bei der Rente, für das neue Jahr Reformen angekündigt, um das Finanzproblem in den Griff zu bekommen. Eine Expertenkommission soll bis März Vorschläge vorlegen. Sämtliche Einnahmen und Ausgaben müssten auf den Prüfstand, hatte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt. Die Quasi-Selbstverständlichkeit, dass jährlich die Beiträge steigen, solle durchbrochen werden.
„Klar ist auch, dass manche Leistungen entfallen müssen, um das Gesundheitssystem günstiger zu machen, was in anderen Ländern auch funktioniert“, sagte Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) kürzlich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, ohne konkreter zu werden.











