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Home » Infektion mit Yersinien kann zu Gelenkschmerzen führen
Gesundheit

Infektion mit Yersinien kann zu Gelenkschmerzen führen

By zeit-heute.deDezember 29, 20252 Mins Read
Infektion mit Yersinien kann zu Gelenkschmerzen führen
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Infektion mit Yersinien kann zu Gelenkschmerzen führen


Aktualisiert am 29.12.2025 – 12:23 UhrLesedauer: 3 Min.

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Nach einer Yersinien-Infektion stellen sich mitunter Gelenkschmerzen ein. (Quelle: gorodenkoff/getty-images-bilder)

Bei einer Yersiniose treten typischerweise Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall auf. In manchen Fällen kann es im Anschluss zu Gelenkschmerzen kommen.

Unter einer Yersiniose verstehen Fachleute vor allem eine Magen-Darm-Infektion mit der Bakterienart Yersinia enterocolitica (etwa 90 Prozent der Fälle). Seltener ist Yersinia pseudotuberculosis die Ursache. Vor allem Kinder unter fünf Jahren sind von Erkrankungen betroffen.

Meist macht sich ein Infekt mit Yersinia enterocolitica durch Magen-Darm-Beschwerden bemerkbar. Manchmal setzen jedoch einige Wochen später auch Gelenkschmerzen ein. Diese zeigen sich vor allem in Hüfte, Knie- und Sprunggelenken, mitunter auch in kleineren Gelenken.

Ein Magen-Darm-Infekt durch Yersinien zählt zu den Zoonosen. Das bedeutet, er wird von Tieren auf den Menschen übertragen. Die Krankheitserreger gelangen dabei hauptsächlich über tierische Lebensmittel in den Körper, insbesondere durch rohes oder unzureichend gegartes Schweinefleisch (wie Hackfleisch oder Mett). Auch eine mangelnde Küchenhygiene bei der Zubereitung der Speisen kann dazu beitragen. Sind Lebensmittel mit Yersinien kontaminiert, kann die Keimzahl selbst im Kühlschrank weiter steigen. Denn die Bakterien können sich sogar bei niedrigen Temperaturen von 4 Grad Celsius noch vermehren.

Bei einer Yersiniose beträgt die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen, etwa drei bis sieben Tage, gelegentlich auch mehr als zehn Tage. Wie sich die Erkrankung äußert, kann sich dabei abhängig vom Alter unterscheiden.

Typische Anzeichen bei Kleinkindern sind Bauchschmerzen, Fieber und Durchfall. Erbrechen tritt eher selten auf. Die Erreger befallen auch das Lymphsystem und können vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu schmerzhaft geschwollenen Lymphknoten im Darmbereich führen, die sich teils ähnlich wie eine Blinddarmentzündung anfühlen (sogenannte Pseudoappendizitis). Bei Erwachsenen kann eine Yersiniose auch mit erkältungsartigen Beschwerden sowie einer Rachenentzündung einhergehen.

Sofern keine Komplikationen auftreten, klingen die Symptome bei einer Yersiniose nach etwa ein bis drei Wochen von selbst wieder ab.

Gelegentlich entwickeln sich jedoch einige Tage bis Wochen nach der Yersinien-Infektion Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel:

Kommt es infolge einer Yersiniose zu einer reaktiven Arthritis, ruft diese anfangs häufig ein allgemeines Krankheitsgefühl und Appetitlosigkeit sowie oft auch Fieber hervor. Dann treten Beschwerden in den Gelenken hinzu, wie zum Beispiel:

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