
Unterstützend können bei Heuschnupfen bestimmte Hausmittel zur Linderung der Beschwerden beitragen. Um etwa allergische Reaktionen nach Aufenthalten im Freien abzumildern oder eine verstopfte Nase freizubekommen, kann eine Nasendusche mit Kochsalzlösung (NaCl 3 %) helfen.
Sind bei Heuschnupfen die Augen in Mitleidenschaft gezogen, kann es nützlich sein, kalte Augenkompressen anzuwenden und die Augen möglichst oft mit (gekühlter) künstlicher Tränenflüssigkeit auszuspülen.
Eventuell können solche Hausmittel den Bedarf an Medikamenten senken. Ersetzen können sie die medikamentöse Behandlung von Heuschnupfen aber nicht.
Nur wenn es gelänge, die Auslöser der Pollenallergie vollständig zu meiden, könnten Medikamente überflüssig werden. Das ist allerdings kaum erreichbar. Betroffene können jedoch zumindest die Belastung ihrer Atemwege so weit senken, dass sich der Heuschnupfen bessert – zum Beispiel durch folgende Maßnahmen:
Wer eine Pollenallergie hat, reagiert mit der Zeit oft auch allergisch auf bestimmte Lebensmittel. Daher erhält man mit der Diagnose Heuschnupfen üblicherweise auch Informationen zu möglichen Kreuzreaktionen: So kann eine Allergie gegen Birkenpollen eine Kreuzallergie gegen Äpfel, Sellerie, Nüsse oder Karotten zur Folge haben.
Daraufhin schränken manche Betroffene ihre Ernährung viel zu sehr ein, ohne darauf zu achten, welche Lebensmittel tatsächlich allergische Reaktionen auslösen. Doch eine Pollenallergie führt nicht zwangsläufig zu Kreuzreaktionen – eine Diät ist dann völlig unnötig.
Und selbst wenn es bei Heuschnupfen zu Nahrungsmittelallergien kommt, ist es normalerweise nicht notwendig, die entsprechenden Lebensmittel vollständig zu meiden. Denn ob nach dem Essen allergische Beschwerden auftreten, hängt von vielen Faktoren ab, etwa von
Wer erwägt, wegen Heuschnupfen seine Ernährung umzustellen, sollte sich vorher unbedingt individuell beraten lassen: Eine professionelle Ernährungsberatung kann helfen, problematische Nahrungsmittel zu identifizieren und die Ernährung trotzdem ausgewogen, lecker und sättigend zu gestalten.
Die einzige Behandlung, die auf die Ursache von Heuschnupfen abzielt, ist die Hyposensibilisierung – manchmal auch (nicht ganz korrekt) Desensibilisierung genannt. Im besten Fall führt die Hyposensibilisierung dazu, dass allergische Beschwerden langfristig ausbleiben oder die Pollenallergie sich zumindest so abschwächt, dass der Medikamentenbedarf sinkt.
Ein anderer Fachbegriff für die Hyposensibilisierung lautet spezifische Immuntherapie (SIT). Denn die Behandlung besteht darin, den Körper schrittweise mit zunächst sehr geringen Mengen des jeweiligen Allergieauslösers in Kontakt zu bringen: So soll das Immunsystem sich daran gewöhnen und lernen, den Allergieauslöser zu dulden, statt ihn abzuwehren.











