
Tausende Menschen betroffen
Weltkriegsbomben im Kölner Süden gefunden
Aktualisiert am 27.11.2025 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln-Gremberghoven sind zwei Weltkriegsbomben gefunden worden. Sie müssen noch an diesem Donnerstag entschärft werden. Der aktuelle Stand.
Zwei Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Donnerstag in Köln-Gremberghoven entdeckt worden. Im Bereich der Cherusker-/Cimbernstraße seien zwei englische Zehn-Zentner-Bomben gefunden worden, teilte die Stadt am frühen Nachmittag mit. Die Blindgänger mussten noch am Donnerstag entschärft werden.
Das Ordnungsamt der Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) sind vor Ort und beurteilen die Lage. Der Evakuierungsradius wurde auf 500 Meter festgelegt. Dadurch müssen 6.000 Menschen in Gremberghoven evakuiert werden.
Gegen 15 Uhr begannen Mitarbeiter der Stadt mit dem ersten Klingelrundgang: Sie informierten Anwohner am Bahnhofsplatz und in der Hohenstaufenstraße sowie in der Frankenstraße, der Humboldstraße, der Ottostraße, der Konrad-Adenauer-Straße und entlang der Bahnschienen in Gremberghoven über die anstehende Evakuierung.
Ein zweiter Klingelrundgang soll im späteren Verlauf des Nachmittags stattfinden. Der genaue Zeitpunkt der Entschärfung steht bislang nicht fest. Betroffen von der Evakuierung ist nach Informationen der Kölner Lokalredaktion von t-online auch die Hauptverwaltung der Deutz AG. Die dortigen Mitarbeiter wurden in einer E-Mail am Nachmittag informiert.
Eine Anlaufstelle wurde in der Kopernikusschule, Bonner Straße 40, 51145 Köln, eingerichtet. Hunde und andere Tiere sind dort allerdings nicht gestattet.
Wegen der anstehenden Evakuierung muss kurzfristig auch eine wichtige Eisenbahnstrecke gesperrt werden. Betroffen seien Fern-, Regional- und Güterzüge, die von Köln-Deutz rechtsrheinisch Richtung Bonn und Frankfurt/Main fahren, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Man stelle auf eine Sperrung voraussichtlich ab etwa 18 Uhr ein. Die betroffenen Züge würden umgeleitet. Details sollen dazu noch folgen.
Auch der Öffentliche Nahverkehr ist betroffen: Bereits jetzt fährt die S-Bahn an der Haltestelle Steinstraße ohne Fahrgastwechsel durch. Die Busse der Linien 151, 152 und 154 werden die Haltestellen Theodor-Heuss-Straße, Steinstraße, Stresemannstraße und in der Straße Am Hochkreuz in Kürze nicht mehr anfahren. Vor allem in den Abendstunden sind erhebliche Verspätungen zu erwarten.
Die Bevölkerung wird gebeten, sich über Medien oder offizielle Stellen der Stadt Köln über aktuelle Entwicklungen zu informieren.









