
Allerdings gibt es auch zwei große Verlierer dieser WM-Qualifikation. Pascal Groß von Borussia Dortmund ist aus der Rotation gefallen, wurde von Nagelsmann zuletzt auch nicht mehr nominiert. Und auch für einen BVB-Teamkollegen von ihm wird es nun sehr, sehr eng werden in der Nationalmannschaft – und das nicht zuallererst aus sportlichen Gründen: Denn die Strafe wegen illegalen Waffenbesitzes kann für Karim Adeyemi sowohl beim DFB als auch in Dortmund langfristig noch Folgen haben, auch wenn sich weder Verband noch Verein bisher zu möglichen Strafen geäußert haben. Ich sage nur so viel: Ich wurde ab 1994 für ein weitaus harmloses Vergehen vier Jahre lang nicht mehr nominiert.
Ihm droht ein dramatischer Absturz. Dabei war er zu Saisonbeginn ja eigentlich auf einem guten Weg, war wettbewerbsübergreifend in den ersten sieben Spielen an sechs Toren beteiligt, spielte konstant stark, überzeugte im Angriff des BVB. Seitdem kam aber nichts mehr, kein weiterer Treffer, keine weitere Vorlage für Dortmund – und in der Nationalmannschaft vergab er wiederholt beste Chancen. Er sollte sich mal Gedanken machen, warum das so ist. Und solche privaten Geschichten dazu tun ihm weder sportlich noch persönlich gut, im Gegenteil.
Adeyemi ist jetzt 23 Jahre alt, unbestritten hochtalentiert, mit unfassbarem Potenzial – aber er läuft Gefahr, seine Karriere wegzuwerfen, wenn er nicht zu sich kommt und endlich begreift, was wirklich wichtig ist. Gerade deshalb sind nun sowohl Dortmund als auch der DFB verpflichtet, sein Umfeld gründlichst zu durchleuchten und ihn wieder in die Spur zu bringen. Ich bin mir sicher, dass er dort die richtigen Ratschläge bekommt, damit seine Laufbahn eben nicht vor die Hunde geht. Denn das wäre tragisch.








