
Interaktive Karte
Hier kostet das Pflegeheim jetzt über 4.000 Euro im Monat
17.11.2025 – 09:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Pflege gerät in Deutschland unter Druck. Durch den demografischen Wandel kommen immer mehr Menschen in die Bedürftigkeit und die Kosten explodieren.
Denn die Kosten insbesondere in Pflegeheimen gehen seit Jahren durch die Decke. Wie hoch die finanzielle Belastung sein kann, haben nun Experten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln genauer untersucht. Die Studie lag t-online vorab vor.
Demnach zahlen Bedürftige für einen vollstationären Pflegeheimplatz im bayerischen Coburg durchschnittlich 4.078 Euro pro Monat. Das sei der höchste Durchschnittswert im Land. Am günstigsten ist es den IW-Experten zufolge in Wilhelmshaven, wo im Schnitt monatlich 2.288 Euro zu Buche schlagen.
Wenn man nach dem Median filtert – also der Wert, der genau die Mitte der Pflegekosten in einer Region abbildet – dann ist nicht Coburg, sondern Krefeld mit einer Eigenbeteiligung von 3.634 Euro im Monat die teuerste Stadt für Pflegeheime.
Die Daten basieren auf einer Auswertung von 10.820 Pflegeheimen in Deutschland. Am günstigsten ist es demnach in Landkreisen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, werden überwiegend in Nordrhein-Westfalen sehr hohe Preise abgerufen werden.
Nach Angaben des IW ist die Höhe der Eigenbeteiligung stark abhängig von den Personalkosten. „Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass ein bedeutsamer Zusammenhang zwischen den Pflegekosten und den Mietpreisen pro Quadratmeter besteht“, heißt es in der Studie.
Die Pflegeversicherung zahlt einen Teil der Pflegeheimkosten. Die Höhe dessen, was die Pflegekasse zahlt, richtet sich nach dem Pflegegrad (s. unten). Das, was übrigbleibt, müssen Heimbewohner oder ihre Familien selbst zahlen. Das nennt man den Eigenanteil.
Die Kosten für die Eigenbeteiligung in der Pflege sind in verschiedene Bausteine aufgeschlüsselt: Unterkunftskosten, Verpflegungskosten, Investitionskosten und die einrichtungseinheitlichen Eigenanteile. Mit Letzterem ist der Eigenanteil gemeint, den alle Bewohner unabhängig von Pflegegrad (außer Pflegegrad 1) bezahlen müssen. Zwischen den verschiedenen Einrichtungen kann es hier aber Unterschiede geben. Wie aus der IW-Studie zu sehen ist, ist dieser Anteil der größte einzelne Kostenpunkt.











