
„Furchtbar selbstgerechter Bastard“
Wie Rowan Atkinson seine Kultrolle sieht – und sich verändert hat
Aktualisiert am 06.01.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 3 Min.
Er feiert heute seinen 71. Geburtstag: Rowan Atkinson. Als Mr. Bean wurde er weltweit berühmt, doch er selbst sieht seine Kultrolle kritisch.
Seine tollpatschige Comedyfigur Mr. Bean gilt weltweit als Inbegriff des britischen Humors. Sympathisch ist dem Komiker und Schauspieler Rowan Atkinson der korrekt gekleidete Chaot allerdings nicht. „Bei Lichte betrachtet, ist Mr. Bean doch ein furchtbar egoistischer und selbstgerechter Bastard. Ein verzogenes Kind, eingesperrt im Körper eines Erwachsenen“, sagte Atkinson 2018 in einem Interview.
Heute feiert der britische Schauspieler seinen 71. Geburtstag. Geboren wird Atkinson am 6. Januar 1955 in Newcastle upon Tyne im Nordosten Englands. Er wächst in einer Unternehmerfamilie auf und hat drei ältere Brüder, von denen einer schon im Kleinkindalter stirbt. Sein Bruder Rodney wird später als EU-feindlicher Publizist und Politiker bekannt: 2000 kandidiert er erfolglos als Vorsitzender der Brexit-Partei Ukip.
Atkinson besucht die Chorister School in Durham – ein anderer bekannter Ex-Schüler ist der frühere britische Premierminister Tony Blair. Nach der Schule studiert Atkinson Elektrotechnik in Newcastle und Oxford. Als Student wird er Mitglied einer Theatergruppe und spielt eigene Sketche. Seitdem arbeitet er auch mit seinem Studienfreund Richard Curtis zusammen, der später als Drehbuchautor und Regisseur erfolgreich wird.
Seine Karriere als Comedian startet Atkinson 1979 mit satirischen Interviews im BBC-Radio. Im Fernsehen wird er als Moderator der BBC-Nachrichtenpersiflage „Not the Nine O’Clock News“ bekannt, ab 1983 spielt er die Hauptrolle in der beliebten Historien-Comedyserie „The Black Adder“.
Weltweit bekannt wird Atkinson mit seiner Paraderolle des Mr. Bean, der ab 1990 in der gleichnamigen Serie im Sender ITV und später auch im Kino Grimassen schneidet. Erfolge feiert Atkinson auch mit „Johnny English“, einer Parodie auf die James-Bond-Filme. Seine Figur eines trotteligen britischen Geheimagenten habe sogar mehr mit der Realität zu tun als der legendäre Agent 007, der letztlich „eine Art Superman“ sei, vermutete Atkinson 2011.
Seine erste kleine Rolle in einem Kinofilm spielt Atkinson passenderweise schon 1983 im James-Bond-Film „Sag niemals nie“ – zufrieden war er mit seinem Auftritt nach eigener Aussage allerdings nicht. 1994 spielt er im Erfolgsfilm „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ einen verwirrten Pfarrer. Einen Mini-Auftritt hat er auch im Weihnachts-Dauerbrenner „Tatsächlich … Liebe“ von 2003.










