
Mixed-Team im Olympia-Pech
60 Zentimeter fehlen: Tränen bei deutscher Skispringerin
10.02.2026 – 21:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Mixed-Teamwettbewerb bei den Olympischen Spielen wird für das deutsche Team zum Krimi. Am Ende geben wenige Zentimeter den Ausschlag für einen Rivalen. Eine Deutsche ist untröstlich.
Philipp Raimund schaute hoch zur Anzeigetafel, er hoffte noch, aber am Ende fehlte die Winzigkeit von 60 Zentimetern. „Wir haben alles probiert, alles gegeben. Leider ist es nur der vierte Platz geworden“, sagte der Überflieger enttäuscht, einen Tag nach seinen phänomenalen Goldflügen im Einzel musst er sich mit Blech im Mixed-Team begnügen. Gold ging wie 2022 an Slowenien vor Norwegen und Japan.
Raimund kam zusammen mit Selina Freitag, Felix Hoffmann und Agnes Reisch auf 1032,8, Japan auf dem Bronzerang auf 1034,0 Punkte. Kurz herrschte Rätselraten, ob Japans Schlussspringer Ren Nikaido nach einer Anlaufverkürzung zu Unrecht Bonuspunkte erhalten hatte, doch das Ergebnis blieb bestehen. „Ich gehe davon aus, dass alles seine Richtigkeit hat“, sagte auch Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.
Raimund verpasste keine 24 Stunden nach seinem umjubelten Triumph im Einzel somit die nächste Medaille – und war durchaus selbstkritisch. „Ich hätte im ersten Durchgang mehr zeigen können. Leider bin ich nicht mit dem Fitnessfaktor von gestern angekommen“, sagte der Oberstdorfer.
Nicht zu schlagen waren die neuen Olympiasieger Domen und Nika Prevc sowie Anže Lanišek und Nika Vodan (1069,2). Für Weltmeister Domen Prevc war es das erste Edelmetall bei Winterspielen. Damit haben nun alle vier Geschwister Peter, Cene, Domen und Nika mindestens eine Olympia-Medaille gewonnen. Deutschland ging dagegen auch im zweiten Mixed-Wettkampf der Olympiageschichte leer aus, vor vier Jahren hatte eine Disqualifikation von Katharina Schmid alle Träume zerstört.
„Es war ein enger Wettkampf. Einer muss eben Vierter werden“, sagte Hoffmann, der mit Flügen auf 100,5 und 102,5 m noch besser war als Raimund (98,0/102,5 m). Auch Reisch (95,5/96,0 m) überzeugte, Luft nach oben hatte dagegen Freitag (91,5/98,5 m). „Es tut gerade einfach ein bisschen weh“, sagte die Vizeweltmeisterin, die später noch Tränen vergoss.










