
Geheimtipp statt Standard
Kennen Sie diese fünf italienischen Inseln?
Aktualisiert am 19.01.2026 – 07:28 UhrLesedauer: 5 Min.
Warum immer nur nach Capri, Sardinien und Sizilien? Natürlich laden die bekannten Inselschönheiten zum Träumen ein. Aber leider sind sie oft auch sehr überlaufen. Zum Glück gibt es weniger bekannte Alternativen.
Mit den ersten Sonnenstrahlen kommt die Sehnsucht nach Sommer. Und Meer. Und nach dolce far niente, süßem Nichtstun. Italienische Inseln mit all ihren unperfekten Liebenswürdigkeiten stehen da bei deutschen Reisenden hoch im Kurs. Gibt es doch oben drauf noch Sonnengarantie, köstliches Essen und Dolce-Vita-Feeling. Wer den Menschenmassen aus dem Weg gehen möchte, kann zu einer der weniger bekannten Alternativen der isole piccole – der kleinen Inseln – wechseln.
Bonbontüte vom Golf von Neapel wird die bunte kleine Insel vor Neapel auch genannt. Ganz richtig ist das nicht, denn es gibt durchaus auch zarte Pastelltöne in der viel fotografierten Häuserreihe an der Hafenpromenade. Weit weniger Touristen finden den Weg nach Procida als ins benachbarte Capri. An der mangelnden Italianità kann’s nicht liegen. Vielleicht fehlt der Glamourfaktor?
Am Hafen flicken Fischer ihre Netze, Grüppchen von Frauen stehen mit Einkaufstaschen vor Geschäften, die Arme in die Hüften gestützt, und tauschen den neuesten Klatsch aus, Katzen räkeln sich auf sonnengewärmten Steinen – alles wirkt beschaulich und friedlich. Wenn dann noch eine klapprige Vespa mit einer Kiste frischem Fisch auf dem Rücksitz vorbeiknattert, glaubt man, in einem Filmset der 1960er-Jahre gelandet zu sein.
Tatsächlich ist die kleine Insel wegen ihrer Ursprünglichkeit Schauplatz für so manchen Film. So wurde beispielsweise am Strand Pozzo Vecchio der Romantik-Klassiker „Il Postino“ gedreht. Vielleicht war auch dies ein Grund, warum Procida im Jahr 2022 zur italienischen Kulturhauptstadt ernannt wurde.
Ganz fair ist der Vergleich auf den ersten Blick nicht, ist doch Sizilien die größte italienische Insel und Favignana eher ein Winzling. Andererseits ist auch sie in ihrer Gruppe, den Ägadischen Inseln nämlich, die größte. Wer also eine überschaubarere, aber nicht allzu kleine Insel mit klarem Wasser, Sonne und vielseitig inspiriertem Essen sucht, findet auf Favignana sein Paradies.
Bei einem Bummel durch die arabisch inspirierte und recht verwinkelte Inselstadt können Besucher neben der Thunfischfabrik Tonnara samt dazugehöriger Fabrikantenvilla vor allem den ganz besonderen Charme des kuscheligen Orts erleben.










