
Großeinsatz auf dem Berg
Lawine reißt 20-Jährigen über 200 Meter mit sich
19.02.2026 – 14:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Männer wollen einen Tag im Schnee abseits der Pisten genießen. Plötzlich löst sich eine massive Lawine. Für einen von beiden zählt jede Sekunde.
Ein 20-jähriger Skifahrer ist am Mittwoch bei einem schweren Lawinenabgang in Tirol verunglückt. Der Mann sei etwa 250 Meter weit mitgeschleift worden, teilte die zuständige Landespolizeidirektion in Österreich mit. Wie „Südtirol News“ unter Berufung auf die behandelnde Klinik berichtet, sei der Zustand des Mannes auch am Tag danach noch kritisch.
Der junge Österreicher sei mit einem ebenfalls 20-jährigen Begleiter gegen 10.45 Uhr in Kirchberg im Skigebiet Kitz Ski abseits der Pisten unterwegs gewesen, so die Polizei. „Als einer der beiden in einen steilen Hang einfuhr, setzten sich plötzlich die Schneemassen in Bewegung und rissen ihn über eine schmale Rinne talwärts“ mit sich, hieß es weiter.
Sein Begleiter habe daraufhin begonnen, den Mann mit seinem Lawinensuchgerät zu lokalisieren. Sechs weitere Skifahrer, die ebenfalls im freien Gelände fuhren, hatten den Unfall mitbekommen und seien ihm dabei zu Hilfe geeilt. Nach etwa 20 Minuten konnten sie den jungen Mann erfolgreich aus einer Tiefe von 2,10 Metern ausgraben und bergen. Doch die Kälte hatte ihm zugesetzt: Sein Herz war stehen geblieben.
Kurz darauf erreichten Rettungskräfte die Unfallstelle auf über 1.700 Metern Höhe. Insgesamt waren zwei Hubschrauber und über 20 Einsatzkräfte von der Bergrettung sowie der Alpinpolizei im Einsatz. Sie konnte den Mann nach etwa drei Minuten reanimieren. Der 20-Jährige sei anschließend mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Innsbruck geliefert worden, so die Polizei. Dort sei er seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.
Die Lawinengefahr ist in Österreich aktuell extrem hoch. Aufgrund massiver Schneefälle in den vergangenen Tagen sei es für Wintersportler im Moment „sehr gefährlich abseits der Pisten“, erklärte Matthias Walcher von der Lawinenwarnzentrale Tirol. Allein in dem Bundesland waren am Mittwoch mehr als 30 Lawinen an einem Tag gezählt worden. In Tirol und Vorarlberg kamen dabei drei Menschen ums Leben. Zwei der Toten stammten aus Baden-Württemberg. Das dritte Opfer kam aus den Niederlanden.







