Unklare Zukunft
1860 München ist insolvent
24.06.2026 – 11:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf den Zwangsabstieg folgt die nächste bittere Meldung für 1860 München. Nun gibt es mehrere Szenarien, wie es für den Traditionsklub weitergeht.
1860 München ist offenbar insolvent. Wie die „AZ“ und „Bild“ übereinstimmend berichten, hat der Verein am Dienstagabend einen entsprechenden Antrag beim Münchener Amtsgericht eingereicht. Eine offizielle Bestätigung vonseiten der „Löwen“ steht noch aus.
Für den Fortbestand der ausgelagerten Fußballfirma sei eine Summe in Höhe von 7,5 Millionen Euro nötig gewesen, eine gütliche Einigung mit Investor Hasan Ismaik kam aber nicht zustande. Das Amtsgericht muss nun einen Insolvenzverwalter berufen, der sich fortan um die finanziellen Belange des Traditionsklubs kümmern muss. Er wird ermitteln, welche Parteien noch Ansprüche gegenüber der Gesellschaft haben.
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Für den weiteren Verlauf gibt es mehrere mögliche Szenarien. Zunächst dürfte der Insolvenzverwalter Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik kontaktieren und dessen Bereitschaft überprüfen, mit einer Geldeinlage die KGaA weiter zu unterstützen. Erzielen sie eine Einigung, wäre die KGaA gerettet und könnte mit Ismaik in der Regionalliga Bayern antreten.
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Der Insolvenzverwalter könnte das Geld auch beim Verein einfordern. Zuletzt hatte der e. V. Ismaik ein Angebot über fünf Millionen Euro für dessen Anteile unterbreitet. In dem Fall würden aber noch immer 2,5 Millionen Euro fehlen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Suche nach Investoren.
Auch das Scheitern der Sanierung zählt zu den möglichen Szenarien. In dem Fall müsste die KGaA aufgelöst werden, den Angestellten steht dann drei Monate lang Insolvenzgeld zu und Gläubiger werden bedient. Auch Dauerkarteninhaber müssten dann entschädigt werden, sie würden aber wohl nur einen Teil ihrer bereits gezahlten Summe erhalten.
Klar ist schon jetzt, dass die sportliche Planung bei 1860 München deutlich erschwert wird. Eine Finanzierungslücke hatte zu Monatsbeginn zum Zwangsabstieg des Traditionsvereins in die vierte Liga geführt, zahlreiche Spielerverträge endeten damit. So muss der Klub nach aktuellem Stand vor allem mit Spielern aus der eigenen U21 planen.












