Autos als Waffe
Australien: 13-Jährige in 109 Punkten angeklagt
Aktualisiert am 14.04.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mädchen in Australien verübt eine Verbrechensserie – wohl, um unter Gleichaltrigen zu punkten. Die Ermittler zeigen sich vor Gericht schockiert.
Ein 13-jähriges Mädchen steht in Australien vor Gericht – in insgesamt 109 Anklagepunkten. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen soll sie Straftaten im Umkreis von Melbourne verübt haben. Wie australische Medien am Montag berichten, hat sie unter anderem versucht, Passanten gezielt mit gestohlenen Autos zu verletzen. Laut Anklage war es dabei ihr Ziel, Aufmerksamkeit im Internet zu bekommen.
Wie der australische Fernsehsender ABC berichtete, soll sie etwa einen Fahrradfahrer umgefahren haben. In einem anderen Fall soll das Mädchen am Ende März versucht haben, einen Fahrradfahrer mit der Autotür zu rammen.
Wie der Sender unter Berufung auf die Ermittler berichtete, soll sie sich kurz nach der Tat online über das mögliche Strafmaß informiert haben. Für die Ermittler sei das ein Indiz, dass die Taten der 13-Jährigen vorsätzlich waren.
Weitere Taten der 13-Jährigen sollen antisemitisch motiviert gewesen. So soll das Mädchen laut den Ermittlern im Internet gesucht haben: „Wo leben Juden?“
Wie die australische Zeitung „The Age“ unter Berufung auf die Ermittler berichtete, werden ihr Einbruch, Diebstahl und gefährliches Verhalten mit Verletzungsrisiko vorgeworfen. Wie der Kriminalbeamte Jarryd Grey vor dem Jugendgericht in Melbourne erklärte, hat das Mädchen zum Ende der Kriminalitätsserie mehr als eine Tat pro Tag verübt.
Jarryd Grey erklärte weiter: „Sie glaubt, dass ihr das Status in ihrer Gruppe verleiht, was sehr besorgniserregend ist.“ Das Mädchen soll online die Berichterstattung zu ihren Verbrechen verfolgt haben.
In Australien gilt jeder Mensch ab dem zehnten Lebensjahr als strafrechtlich verantwortlich. Bei Kindern bis zum 13. Lebensjahr muss allerdings nachgewiesen werden, dass sie ihr eigenes Verhalten als „ernsthaft falsch“ verstanden haben. Eine Freilassung des Mädchens auf Kaution wurde von dem Gericht abgelehnt. Die 13-Jährige stelle für die Allgemeinheit eine zu große Gefahr dar.
