13.000 Flüge weltweit gestrichen
Analyst: Kerosinmangel trifft Lufthansa hart
06.05.2026 – 16:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Sommer kommt, und das Kerosin wird immer teurer. Fluggesellschaften in aller Welt reduzieren Flüge – auch die Lufthansa.
Wegen eines zunehmenden Mangels an Treibstoff streichen Airlines weltweit Tausende Flüge und reduzieren ihre Kapazitäten. Nach Angaben des Luftfahrtanalyseunternehmens Cirium wurden allein für den Monat Mai rund 13.000 Flüge gestrichen. Das entspricht rund zwei Millionen Sitzplätzen.
Besonders stark betroffen ist offenbar die Lufthansa. Deutschlands größte Fluggesellschaft hat laut Cirium-Bericht rund 20.000 Kurzstreckenverbindungen aus ihrem Sommerflugplan genommen. Zudem setze der Konzern auf kurzen Strecken vermehrt kleinere Maschinen ein, um Treibstoff zu sparen. Der Flughafen Frankfurt am Main, Haupt-Hub der Lufthansa, taucht in der Liste der am stärksten betroffenen Abflugorte an sechster Stelle auf.
Die Flughäfen mit den meisten Flugausfällen sind laut Cirium:
Hintergrund der Entwicklung ist der starke Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Konflikts. Seit Februar haben sich die Kosten für Flugtreibstoff laut Branchenangaben mehr als verdoppelt. Als wichtiger Grund gilt die Sperrung der Straße von Hormus, über die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert wird.
Die Folgen könnten Reisende insbesondere in der Hauptferienzeit im Sommer zu spüren bekommen. Experten rechnen damit, dass Airlines weiterhin Verbindungen zusammenstreichen und Passagiere häufiger auf andere Flüge umbuchen müssen. Neben Flugstreichungen reagiert die Branche auch mit höheren Ticketpreisen auf beliebten Strecken, um die gestiegenen Betriebskosten auszugleichen.
Reiseexperten raten Urlaubern dennoch, Ruhe zu bewahren. Der Anteil der gestrichenen Flüge sei trotz der aktuellen Probleme bislang noch vergleichsweise gering.












