
127 Jahre Fahrzeugbau
Nicht mit Autos: So startete Opel seine Unternehmensgeschichte
Aktualisiert am 04.02.2026 – 08:04 UhrLesedauer: 3 Min.

1899 baute Opel sein erstes Auto. Doch das Unternehmen wurde bereits 37 Jahre zuvor gegründet. Womit der Rüsselsheimer Traditionshersteller groß geworden ist.
Seit 127 Jahren baut Opel mittlerweile Autos. Bekannte und berühmte Modelle wie Laubfrosch, Kapitän, Admiral, Senator, Ascona oder Kadett tragen das Opel-Logo und haben Automobilgeschichte geschrieben.
Aber auch Negativschlagzeilen gehören zur Unternehmensgeschichte: Tiefrote Zahlen, Qualitätsmängel und Ärger mit der damaligen Konzernmutter General Motors (GM) prägten vor allem in den Neunzigerjahren und zu Beginn der 2000er die Wahrnehmung der Marke. 2009 spitzte sich die Lage in der Wirtschaftskrise sogar so stark zu, dass eine Insolvenz im Raum stand.
Ab 2017 ging Opel zunächst im PSA-Konzern und ab 2021 zusammen mit anderen europäischen Marken wie Citroën, Peugeot, Fiat oder Jeep im Stellantis-Konzern auf. Angesichts erfolgreicher Modelle wie Corsa, Astra oder Mokka ist Opel wieder in ruhigeren Fahrwassern unterwegs. 2023 verpasste sich die Marke ein aktualisiertes Logo.
Groß geworden ist die Marke allerdings nicht mit dem Automobilbau: Im Jahr 1862, also vor nunmehr 162 Jahren, gründete der damals 25-jährige Adam Opel in der Rüsselsheimer Innenstadt eine Werkstatt für Nähmaschinen. Diese boomten zu diesem Zeitpunkt – und das Auto war noch gar nicht erfunden. Die Firma wuchs schnell: 1868 baute Opel bereits ein neues Fabrikgebäude und 1882 lag die Zahl der gebauten Nähmaschinen bei jährlich 15.000, 1885 bei 18.000 Exemplaren.
1886 folgte dann ein zweiter Produktionsbereich, der schon deutlich mehr mit Mobilität zu tun hatte: Opel begann, Fahrräder zu bauen. Zunächst waren es die typischen Hochräder mit großem Vorderrad. Bis dieser Geschäftsbereich 1937 aufgegeben und an NSU verkauft wurde, hatte das Unternehmen rund 2,5 Millionen Zweiräder (später in modernerer Form) produziert – und war damit einer der weltweit größten Hersteller für Fahrräder.
Ab 1901 bekamen einige Zweiräder auch einen Antrieb: Sogenannte „Motorzweiräder“ lagen groß im Trend und entwickelten sich nach und nach in sportliche Motorräder. Nach dem Verkauf der Mehrheitsanteile an General Motors 1929 und dem Beginn der Weltwirtschaftskrise wurde dieser Geschäftszweig 1930 aufgegeben.










