Neuzugang gewöhnt sich ein
Seltene Giraffe zieht in den Berliner Zoo ein
15.04.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 1 Min.
„Vizuri“ kommt aus Basel – und gehört zu einer Unterart, von der weltweit weniger als 2.000 Tiere in freier Wildbahn leben. Der Berliner Zoo plant mehr als nur einen Neuzugang.
Die Kordofan-Giraffe „Vizuri“ ist vom Zoo Basel in den Zoo Berlin gewechselt. „Vizuri“ gewöhne sich nun schrittweise an sein neues Zuhause, sagte Dr. Jennifer Hahn, Kuratorin für Huftiere im Zoo Berlin. Das Tier werde genau beobachtet, damit es sich in eigenem Tempo einleben könne. Voraussichtlich ab nächster Woche solle der neue Bewohner für Besucher zu sehen sein, wie der Zoo mitteilte.
Laut einer Sprecherin des Zoos sollen bis zu zwei weitere Kordofan-Giraffen in den Zoologischen Garten kommen. Parallel plant der Zoo, das Giraffengehege bis 2026 zu einer Savannenlandschaft zu vergrößern. Das erweiterte Areal solle dann auch Okapis aufnehmen – Waldgiraffen, die ebenfalls als stark gefährdet gelten.
Die Kordofan-Giraffe zählt zu den am stärksten bedrohten Giraffenunterarten. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft sie als „vom Aussterben bedroht“ ein. Ihre Wildpopulation ist seit den 1980er Jahren um mehr als 80 Prozent gesunken – als Ursachen nennt die IUCN Lebensraumverlust und Wilderei.
Weltweit leben laut IUCN weniger als 2.000 Kordofan-Giraffen in freier Wildbahn. Freilebende Tiere kommen noch in Kamerun, dem Tschad, der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan vor.
