38 Prozent Anstieg

Deutlich mehr E-Scooter-Unfälle und Tote


Aktualisiert am 16.07.2026 – 09:16 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle ist deutlich angestiegen. (Symbolbild) (Quelle: Jens Büttner/dpa/dpa-bilder)

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Verletzten oder Toten ist laut Statistik im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.

Rund 16.500 Unfälle mit E-Scootern registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das sind etwa 38 Prozent mehr gewesen als ein Jahr zuvor, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

38 Menschen kamen ums Leben

Gestorben sind demnach 38 Menschen bei solchen Unfällen. 2024 waren es noch 27 Tote gewesen. 2025 wurden laut Statistikamt zudem etwa 1.900 Menschen schwer und rund 16.200 Menschen leicht verletzt.

Etwa 82,4 Prozent der Verunglückten seien selbst mit einem E-Scooter unterwegs gewesen, darunter 33 der 38 Todesopfer, hieß es. 5,5 Prozent der Verunglückten auf einem E-Scooter seien Mitfahrerinnen und Mitfahrer gewesen, darunter auch eines der 33 Todesopfer.

Mitfahren auf E-Scootern verboten

„Laut Straßenverkehrsordnung sind E-Scooter nur für eine Person vorgesehen, das Mitfahren weiterer Personen ist nicht erlaubt“, schreiben die Statistikerinnen und Statistiker. „Von den fünf weiteren bei E-Scooter-Unfällen Getöteten waren drei Personen zu Fuß unterwegs, eine mit dem Fahrrad und eine mit dem Auto.“

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) fordert die Einführung eines E-Scooter-Befähigungsnachweises für alle Verkehrsteilnehmenden, die keinen Führerschein besitzen. Das Unfallgeschehen deutet darauf hin, dass es häufig an Regelkenntnissen und Fahrfähigkeiten im Umgang mit E-Scootern mangelt. „Wir müssen sicherstellen, dass alle, die mit einem E-Scooter unterwegs sind, die wichtigsten Regeln kennen und ihr Fahrzeug sicher beherrschen“, sagte DVR-Präsident Manfred Wirsch.

Außerdem fordert der DVR, das Mindestalter für die Nutzung von E-Scootern von 14 auf 15 Jahre anzuheben, sowie eine Seitenbeleuchtung für die Roller.

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