Baustelle Königsbrücker Straße

XXL-Bohrgerät im Einsatz: Warum die DVB in die Tiefe baut

26.10.2026 – 17:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Straßenbahn fährt durch Dresden (Archivbild): Jetzt bohrt die DVB in die Tiefe. (Quelle: IMAGO)

An der Königsbrücker Straße laufen die Bauarbeiten. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt, der für Anwohner mit Lärm verbunden ist.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben an der Königsbrücker Straße mit den Bohrarbeiten für ein neues unterirdisches Stromversorgungswerk begonnen. Das geht aus einer Mitteilung der Landeshauptstadt Dresden hervor.

Das neue Gleichrichterunterwerk besteht aus einer Trafostation, die Hochspannung in Fahrstrom für Straßenbahnen umwandelt. Sie soll künftig die Linien 7 und 8 zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee mit Energie versorgen. Dafür sind Bohrarbeiten bis mindestens Mitte Dezember nötig. Die Arbeiten sind nicht nur laut, sondern auch witterungsabhängig. Denn der frische Beton darf nicht gefrieren.

Jetzt sichtbar: 28 Meter hohes Drehbohrgerät

Für die Bohrungen kommt ein 28 Meter hohes Drehbohrgerät zum Einsatz. Damit die Maschine Platz hat, wurde die Freileitung der öffentlichen Beleuchtung zurückgebaut; eine provisorische Beleuchtung ist seitdem in Betrieb.

Jetzt wird zum Schutz der Technik im Untergrund wird eine Bohrpfahlwand aus 98 Pfählen errichtet, jeder davon 13 Meter lang. Die Wand umfasst insgesamt 850 Quadratmeter. Den Schutz vor Grundwasser übernimmt eine 1,4 Meter dicke Betonplatte mit 200 Quadratmetern Fläche, die unter dem Bauwerk eingebracht wird.

Unterwerk zwischen Schwepnitzer Straße und Eschenstraße

Das neue Unterwerk entsteht unterirdisch zwischen Schwepnitzer Straße und Eschenstraße. Es ist 26,65 Meter lang, 5,25 Meter breit und im Inneren 4,60 Meter hoch, bei einer Grundfläche von 110 Quadratmetern. Oberirdisch sichtbar wird lediglich ein kleines Einstiegsbauwerk am Fußweg: etwa 12 Quadratmeter groß, einen Meter hoch, mit einer Treppe nach unten. Im Inneren werden zwei Transformatoren sowie alle notwendigen Schalteinrichtungen installiert.

Strom bezieht das neue Unterwerk aus dem 20-Kilovolt-Hochspannungsnetz von SachsenEnergie. Diesen wandelt es in die 600 Volt Gleichspannung um, mit der Dresdens Straßenbahnen fahren. Wie alle anderen der bislang 57 Unterwerke der DVB lässt sich auch das neue fernsteuern. Zudem kann es die beim Bremsen von Straßenbahnen zurückgespeiste Energie aufnehmen und anderen Bahnen beim Anfahren zur Verfügung stellen.

Die Arbeiten an der Königsbrücker Straße hatten am 7. September begonnen. Seitdem wurden am Albertplatz und an der Antonstraße neue Gleisabschnitte sowie eine Weiche eingebaut. Parallel dazu laufen Tiefbau- und Leitungsarbeiten entlang der Straße: Fußwege und Seitenflächen wurden geöffnet, um Versorgungsleitungen für Strom, Telekommunikation, Trinkwasser, Gas und Abwasser zu erneuern. Am Bischofsweg begannen zudem Vorbereitungen für das Verlegen einer großen Trinkwasserleitung.

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